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Beitragsfoto: Eltern dysfunktionaler Familien

Dysfunktionale Familie – Was Eltern nicht hören wollen

Wenn du das Land in Ordnung bringen willst,
musst du die Provinzen in Ordnung bringen.
Wenn du die Provinzen in Ordnung bringen willst,
musst du die Städte in Ordnung bringen.
Wenn du die Städte in Ordnung bringen willst,
musst du die Familien in Ordnung bringen.
Wenn du die Familien in Ordnung bringen willst,
musst du deine eigene Familie in Ordnung bringen.
Wenn du deine eigene Familie in Ordnung bringen willst,
musst du dich in Ordnung bringen.

Asiatische Weisheit

 

Mission Impossible

Eltern einer dysfunktionalen Familie sind die erwachsenen Kinder einer dysfunktionalen Familie.

Auch wenn sie alles anders, alles besser machen wollten wie ihre eigenen Eltern und die besten Absichten hatten eine harmonische Familie zu gründen, ist das Vorhaben zum Scheitern verurteilt.

Zumindest solange, wie beide erwachsenen Elternteile sich nicht von ihrer eigenen negativen Prägung befreit und ihr eigenes inneres Kind geheilt haben.

Wer selbst nur Deutsch spricht,  kann seinem Kind kein Chinesisch als Muttersprache beibringen.

Mission Impossible.

Es sei denn, man lernt selbst zuerst Chinesisch.

 

Warum funktioniert es nicht?

Verhaltensweisen, bewusste und unbewusste Denkmuster sind PROGRAMME, die in jedem Menschen ablaufen.

Diese Programme werden von Eltern an ihre Kinder weitergegeben.

Automatisch.

Genau wie Sprache.

Sprache ist auch ein gedankliches Programm.

Ein Sprachprogramm.

Kinder übernehmen von ihren Eltern ihr erstes Sprachprogramm. Darauf sind sie dann solange in der Kommunikation mit anderen Menschen angewiesen, bis sie aktiv ein neues Sprachprogramm lernen - in Form einer Fremdsprache zum Beispiel.

Dieses Prinzip gilt nicht nur für Sprache, sondern für alles was die Eltern tun und denken.

Daher kann man destruktive Verhaltensmuster auch erst dann ablegen, wenn man neue Verhaltens- und Denkprogramme erlernt hat.

Das geht nicht ohne aktives Zutun.

 

Verändere dich selbst zuerst

Hast du ein schwieriges Kind?

Eine unerfüllte Ehe?

Eine dysfunktionale Familie?

Leidest du an Einsamkeit, innere Leere, Depressionen, Ängsten, Abhängigkeit & Co?

Dann bringe zuerst dich in Ordnung.

Es sind DEINE defekten gedanklichen Programme, DEINE Verhaltensweisen und DEINE Ängste, die sich auf das Kind übertragen und damit dein Kind aus seiner natürlichen Balance bringen.

Und dich selbst natürlich auch.

Familienaufstellungen und Familientherapien können helfen, die Ängste und Gefühle der anderen Familienmitglieder besser zu verstehen.

Trotzdem muss jedes Familienmitglied sich individuell von seiner negativen Prägung befreien, denn niemand anderes kann die inneren Aufräumarbeiten für dich übernehmen.

Genausowenig wie jemand anders für dich eine neue Sprache oder eine neue Fertigkeit lernen kann.

 

Dein Selbstheilungsweg beginnt in der Vergangenheit

Überreaktionen, unbewusste Ängste und Verhaltensautomatismen haben nichts mit dem Verhalten anderer Menschen in der Gegenwart zu tun.

Es sind die Reaktionen deines inneres Kindes, das in Teilen nicht erwachsen werden konnte, weil es sich noch immer vor der Welt fürchtet.

Es ist dein verletztes inneres Kind, das dein Leben sabotiert, weil es noch immer glaubt, nicht liebenswert zu sein und die Welt durch diese Brille sieht und erlebt.

 

Beitragsbild Emotional unnahbarEin Beispiel

Eine Mutter, die von ihrem Ehemann finanziell abhängig ist und darunter leidet, weil sie nicht daran glaubt, für sich selbst sorgen zu können, überträgt diese Ängste nicht selten auf ihre weiblichen Kinder.

Diese kleinen Mädchen wachsen dann im dem gleichen Glauben auf wie einst ihre Mütter, dass es extrem schwierig bis unmöglich ist, in dieser Welt als Frau unabhängig und selbständig zu sein.

Solange diese gedankliche Prägung im Unterbewusstsein aktiv ist, landen die jungen Frauen als Erwachsene dann entweder in der gleichen Abhängigkeit wie ihre Mütter oder arbeiten bis zum Burnout.

Derartige Lawinen von negativer Prägung setzen sich über Generationen fort.

Solange bis der erste Erwachsene die Selbstverantwortung für seinen Zustand übernimmt und sich selbst verändert.

 

Der Klügste fängt an 🙂

Erst wenn ein emotional verletzter Erwachsener sich von seiner negativen Prägung befreit, erst dann

   •  werden schädliche Programme nicht mehr weitergegeben

   •  endet der Opfer-kreieren-Opfer-Kreislauf

   •  werden zukünftige Kinder nicht mehr emotional verletzt und nicht mehr in ihrer gesunden Persönlichkeitsentwicklung gestört

   •  ist man in der Lage den anderen zu verzeihen

   •  kann man seinen inneren Groll loslassen

 

Wage den Anfang!

Die Heilung emotionaler Wunden und die Befreiung von negativer Prägung braucht deine aktive Mithilfe.

Insbesondere dann, wenn du unter weiteren Symptomen leidest.

Deshalb wage DU den Anfang.

Durchbreche den Opfer-kreieren-Opfer-Kreislauf.

Schaue in den Spiegel und verändere dich selbst.

Der Weg zurück zu dir ist ein schöner Weg.

Ja, zugegeben, er ist am Anfang ein bisschen steinig.

Aber die Steinbrocken, die es zu beseitigen gilt, werden immer kleiner  - und dein Leben zunehmend leichter und freudiger. 🙂

 

Apropos ...

Auch braucht man sich weder für seine Familie noch für seine Symptome zu schämen.

Du hättest heute weder eine dysfunktionale Familie, noch würdest du seelisch Leiden, wenn du als Kind die Liebe, Geborgenheit und Sicherheit bekommen hättest, die jedes Kind lebensnotwendig braucht um sich gesund entwickeln zu können.

 

Was du jetzt tun könntest

Du könntest ... Option A

Diese Website fluchtartig verlassen und weiter in der Illusion leben, „die anderen“ müssten sich verändern, damit dein Leben harmonisch wird.

Dabei ist egal, ob "die anderen" deine Eltern, deine Kinder oder deine Verwandten sind.

 

Oder ... Option B

Dich für die Idee öffnen, dich selbst zu verändern … und mal schauen was passiert.

Denn wenn du dich veränderst, verändert sich die Welt um dich herum.

 

Du entscheidest dich für Option B?

Prima!!!

Ein neuer SelbsthilfeHeld am Horizont.  🙂

 

Dann erfahre im nächsten Schritt mehr über dich selbst

 

 ➡  Wenn du dir unklar darüber bist, ob du negativ geprägt wurdest, dann mache den >> Selbsttest.

Selbsttest Negative Prägung

 

 ➡  Wenn du dir bereits sicher bist, dass du einige emotionale Wunden aus der Vergangenheit mit dir herumträgst, dann hilft dir der Ratgeber für Betroffene weiter:

Ratgeber für Betroffene

Hilfe zur Selbsthilfe

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​Deine E-Mail-Adresse wird niemals an Dritte weitergegeben (Datenschutzerklärung). Die Selbsthilfehelden-Tipps sind heilsam sowie liebevoll und unterhaltsam geschrieben. Jederzeit per Mausklick kündbar. 

Toll, dass du es gewagt hast, diesen Artikel zu lesen.

Ich weiß, er ist keine leichte Kost, wenn man selbst bereits in der Elternrolle steckt.

Aber wie heißt es so schön, "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende". 🙂

Oder poetisch formuliert

Niemand kann zurückgehen und einen neuen Anfang kreieren. Aber jeder kann heute damit beginnen, eine neues Ende zu erschaffen.   - Maria Robinson

Du  siehst, es ist nie zu spät, sich selbst zu verändern.

Deine  Kris


Deine Gedanken sind wichtig!

Hallo, ich bin Kris Wiegand. Selbsthilfe-Coach, Gründerin von SelbsthilfeHelden und Verfasserin des Artikels.

War dieser Artikel hilfreich für dich?  Hat er dich nachdenklich gemacht? Hat er etwas in dir in Bewegung gebracht? Dann schreibe einen Kommentar.

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10 Gedanken zu „Dysfunktionale Familie – Was Eltern nicht hören wollen

  1. Dankeschön für diesen tollen Artikel. Er schenkt mir gerade ein Lächeln, Stolz, Mut und Zuversicht.

    Ich kann mich sehr gut mit diesem Thema identifizieren. Ich bin 38 Jahre alt und mache seit 1,5 Jahren eine Verhaltenstherapie. Ich komme selber aus einer dysfunktionalen Familie und leide daher unter einer dependenten Persönlichkeitsstörung. Doch ich muss dazu sagen. Ich war noch nie so glücklich wie jetzt derzeit in meinem Leben. Ich fühle mich seit ca 4 Monaten wie neu geboren oder als wäre ich jetzt erst auf die Welt gekommen.

    Es ist nie zu spät etwas zu ändern in seinem Leben. Es ist nicht wichtig was hinter einem lag. Sondern nur vor dir liegt. Und es war ein sehr harter Kampf auch für mich bis hier her und ich werde auch noch oft weiter kämpfen müssen. Aber ich bin frei und glücklich.

    1. Danke, Nala, für deinen Beitrag.

      Damit machst du ganz vielen Betroffenen Mut und inspirierst sie, auch etwas zu unternehmen!

      Alles Gute auf deinem heldenhaften Weg!

      LG, Kris

    1. Hallo Sunny,

      Es ist nicht das, was andere tun oder denken, was uns verletzt.

      Es sind unsere Interpretation, unsere Sicht der Dinge, unsere eigenen Gedanken über die Situation, welche die Schmerzen verursachen.

      Ein weiser Mensch hat mal gesagt: „Ob man sich gut oder schlecht fühlt, hängt davon ab, wie man sich entscheidet.“

      Jeder Emotion geht ein Gedanke voraus.

      Niemand hat Macht über deine eigenen Gedanken, außer du selbst.

      So unerfreulich und unbequem dein Umfeld gerade ist, es ist die perfekte „Ausbildungsstätte“ um zu wachsen und innere Gelassenheit zu trainieren.

      Es ist nicht die Aufgabe der Welt, uns so zu behandeln, wie wir es gerne hätten.

      Es ist unsere Aufgabe, mit der Welt klar zu kommen, so wie sie ist.

      Das ist ein spannender Prozess!

      Probiere mal, ob dir mit dieser neuen Sichtweise und neuen Herangehensweise besser fühlst.

      Alles Gute auf deinem Weg. Du bist gerade dabei als Persönlichkeit enorm zu wachsen. 🙂

      LG, Kris

  2. Hallo,

    wie soll man sich ändern, wenn man Gefühle, die nun mal zu einem gehören, nicht abstellen kann, aber das Umfeld zwischen den Zeilen erwartet, dass man sie unterdrückt? Man soll nicht weinen und wird nicht aufgefangen, wenn man weint.

    1. Hallo Sunny,

      das ist ein sehr schönes Pseudonym, welches du dir ausgesucht hast! Es sagt viel über dein Wahres Ich und deinen wahren Urzustand aus. 🙂

      Die Antwort lautet: Gefühle zulassen und lernen, sich selbst aufzufangen.

      Wenn man lernt, sich selbst anzunehmen wie man ist, also aufhört sich zu verstellen und Wesenszüge von sich zu unterdrücken, fühlt man sich nicht nur besser, sondern man öffnet die Tür, für Menschen, die einen so annehmen, wie man ist.

      LG, Kris

      1. Hallo Kris,

        vielen Dank für deine Antwort und dein Kompliment.

        Das ist klar. Nur was ist, wenn man sich schon seit Jahren so annimmt wie man ist, aber das Umfeld trotzdem ein Problem damit hat, sobald man Gefühle zeigt und weint?

        LG Sunny

        1. Hi Sunny,

          prima, dass du bei deinem Thema am Ball bleibst. Das ist gut!

          Dann ist es ratsam seine Glaubenssätze zu hinterfragen und herauszufinden, was einen dazu veranlasst sich weiter in einem Umfeld aufzuhalten, das einen nicht so akzeptiert, wie man ist.

          LG, Kris

          1. Hallo Kris,

            danke für deine Antwort.

            Ein Auszug wäre nicht so einfach zu realisieren, aufgrund gewisser Umstände.

            LG Sunny

          2. Hallo Sunny,

            manchmal ist es das Einfachste die Situation zu verändern oder sich nicht länger in einer Situation, die einem zusetzt, aufzuhalten.

            Wenn das nicht geht, ist Selbstveränderung der Weg. Mache dich frei von dem Gedanken, dass es wichtig ist, was die anderen über dich denken.

            LG, Kris

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