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Beitragsbild: Wahres Ich oder falsches Ich?

WAHRES ICH oder FALSCHES ICH – Wer steuert dein Leben?

Wenn man im Zustand des Wahren Ichs ist, fühlt man sich, als wäre man mit einer höheren Kraft verbunden  - Jay Earley

Ist es dir schon mal passiert,

... dass du einen Kollegen, Partner oder Freund nicht wiedererkannt hast und dachtest „Was ist denn in den gefahren?

Oder hast du an dir selbst schon mal beobachtet, dass du dich merkwürdig verhalten hast oder ausgerastet bist und dich hinterher gefragt hast, „Was hat mich denn da geritten?

Die Antwort ist: Ein falsches Ich.

Wir alle haben ein Wahres Ich  🙂 – und ein oder mehrere falsche Ichs  😡 .

Ohne dabei auch nur im geringsten schizophren zu sein!

 

1. Unsere Ichs sind wie Taxifahrer

... die uns durch Leben chauffieren.

Je nachdem, wer gerade auf dem Fahrersitz sitzt, navigieren wir sicher, freudig und mit Leichtigkeit durchs Leben (Wahres Ich).

Oder ...

... wir poltern durch jedes Schlagloch, das sich anbietet, nehmen falsche Abzweigungen, finden den richtigen Weg nicht, enden in Sackgassen - und beschuldigen dann die Stadt für den miserablen Zustand ihrer Straßen und die saumäßige Beschilderung (Falsches Ich).

Oder ...

... wir landen in Gräben, aus denen wir uns mühselig herausmanövrieren müssen, kollidieren mit anderen Taxis, unterstellen den Fahrern ihren Führerschein im Lotto gewonnen zu haben und leben in beständiger Angst und Sorge, ob die Fahrt wohl ein gutes Ende nimmt (Falsches Ich).

In diesem Beitrag erfährst du, woran du erkennst, welches Ich in deinem Leben gerade das Steuer in der Hand hält.

 

2. Was ist das Wahre Ich?

Der amerikanische Psychologe Jay Earley beschreibt das Wahre Ich sinngemäß so:

Das Wahre Ich ist entspannt, offen und akzeptiert sich selbst, wie es ist. Ebenso akzeptiert es jedes andere Lebewesen wie es ist.

Wenn man sich im Zustand des Wahren Ichs befindet, fühlt man sich geerdet und im inneren Gleichgewicht.

Was andere Menschen tun, bringt einen nicht aus der Fassung.

Selbst in schwierigen Situationen bleibt man ruhig und lässt sich nicht zu überstürzten Handlungen verleiten.

Das Wahre Ich fürchtet sich nicht, denn es hat die Stärke und die Klarheit gut mit dem Leben und den Menschen zurechtzukommen.

Wenn man im Zustand des Wahren Ichs ist, fühlt man sich, als wäre man mit einer höheren Kraft verbunden.

Man empfindet eine tiefe Verbundenheit und Liebe zu allem was existiert, einschließlich zu sich selbst.

 

 

3. Wie würde das Wahre Ich sich selbst beschreiben?

Wenn das Wahre Ich sprechen könnte und man es fragen würde, wer es ist, dann würde es sagen:

„Ich bin.“ Ohne Zusatz. Oder "Ich existiere."

Das Wahre Ich „IST“.

Mit anderen Worten, es ist ein Zustand des Seins, der sich am besten durch die eigene Wahrnehmung beschreiben lässt.

Wer sich im Zustand des Wahren Ichs befindet, der

  •    lebt im Hier und Jetzt
  •    ist geistesgegenwärtig
  •    ist ruhig und gelassen
  •    ist in der Lage in jedem Augenblick besonnen zu handeln
  •    fühlt innere Zufriedenheit und Erfüllung
  •    lebt im Vertrauen
  •    weiß um seine Einzigartigkeit und seinen Wert

 

4. Was ist ein falsches Ich?

Ein falsches Ich ist ebenfalls ein Seins-Zustand.

Während das Wahre Ich ruhig, gelassen und zuversichtlich ist, weil es versteht, dass sich alles im Wandel befindet und kein Zustand jemals der Endzustand ist, ist ein falsches Ich chronisch in innerer Unruhe und Sorge.

"ICH BRAUCHE ... ICH MUSS ... ICH SOLLTE ..." lauten die Mantras der falschen ICHs.

Auch falsche Ichs beschreibt man am besten durch die eigene Wahrnehmung.

Wer sich im Zustand eines falschen Ichs befindet, der

  •    ist innerlich bedrückt, unruhig oder getrieben
  •    handelt impulsiv und unüberlegt - oder ist wie festgefroren und handelt überhaupt nicht
  •    spürt innere Leere und Gefühle des Unerfülltseins
  •    lebt in Angst und Sorge
  •    sucht Bestätigung, Sicherheit und Anerkennung in der Außenwelt
  •    vertraut sich selbst und anderen Menschen nicht
  •    lebt unter Kontrollzwang

Die Liste der verschiedenen Seins-Zustände von falschen Ichs ist lang.

Jedoch haben sie alle EINE Gemeinsamkeit:  Sie fühlen sich nicht wirklich gut an.

 

5. Falsche Ichs sind im Kern nicht schlecht

Unsere falschen Ichs sind im Kern keine schlechten Ichs, auch wenn sie oftmals den Anschein machen.

Sie sind je nach Situation träge, manipulieren, lügen, sind ungeduldig, vergraben sich in Arbeit, werden jähzornig und tun jede Menge Dinge, für die man sich selbst keine Medaille umhängen möchte.

Jedoch sind sich falsche Ichs oft nicht bewusst, dass sie falsche Ichs sind oder etwas falsch machen.

Unser Gehirn hat die falschen Ichs im Laufe unseres Lebens erschaffen, um mit Situationen fertig zu werden, in denen wir uns nicht anders zu helfen wussten.

 

6. Wie ein falsches Ich entsteht – ein Fallbeispiel

John wuchs in einer Familie auf, in der Wut nicht gebilligt wurde.

Wenn er Wut zum Ausdruck brachte, wurde er von seinem alkoholkranken Vater geprügelt.

Er erinnert sich, wie sein Vater an Heilig Abend die Familie hatte sitzen lassen und spät nachts betrunken nach Hause kam.

Die einzige Möglichkeit seine Wut zu Ausdruck zu bringen und sich an seinem Vater zu rächen, dass er das Familienfest verdorben hatte, lag darin, sich in sein Zimmer zurückzuziehen und ihn mit seiner Abwesenheit zu bestrafen.

Dieses Verhaltensmuster sollte er bis ins Erwachsenenalter beibehalten, obwohl er zu einem besonnenem Mann geworden war.

Ohne genau zu verstehen warum und ohne es kontrollieren zu können, rannte John auch später im Leben bei eskalierenden Streits in Rage davon.

Hinterher schämte er sich jedes Mal wie ein Kind.

Er konnte das Verhalten erst ändern, als ihm bewusst wurde, dass ein falsches Ich, das sich in der Kindheit herausgebildet hatte, ihn noch immer kontrollierte.

 

7. Wahres Ich oder falsches Ich?  Vergleiche selbst!

Hier findest du eine Vergleichs-Liste mit über 40 Merkmalen.

Anhand der Liste kannst du erkennen, ob dein Wahres Ich oder ein falsches Ich gerade dein Leben lenkt.

 


Wahres IchFalsches Ich
Klar / wach / aufmerksam Wirr / durcheinander / zerstreut / "im Nebel"
Gegenwärt / präsentAbwesend / getrieben
AusgeglichenUnausgeglichen
Zuversichtlich / sicherBesorgt / ängstlich / übervorsichtig / zweifelnd
Ruhig / gelassenAufgewühlt / in Rage
Leicht / heiter / zufriedenSchwer / düster / bedrückt
Realistisch und optimistischPessimistisch oder Über-Idealistisch
FokussiertHat Schwierigkeiten fokussiert zu bleiben oder Dinge zu Ende zu bringen /  leicht abzulenken
Geerdet / im inneren GleichgewichtInnerlich instabil / starke Gefühlschwankungen / wird von den eigenen Emotionen oft übermannt
Mitfühlend / empathischWenig Mitgefühl oder zuviel (leidet mit) / schuldzuweisend
Hat langfristige Ziele und ein gutes StehvermögenHat kurzfristige Ziele / mangelndes Durchhaltevermögen oder Schwierigkeiten Projekte zu Ende zu bringen
Kommt gut mit verspäteter Belohnung zurecht:
"Lieber jetzt trainieren und sich später über die gute Form freuen."
Sucht nach sofortiger Freude:
"Lieber jetzt gleich ein Eis und morgen mit Sport anfangen."
GeduldigUngeduldig
Das-Glas-ist-halbvoll-DenkweiseDas-Glas-ist-halbleer-Denkweise
Empfindet natürliche DankbarkeitHat Schwierigkeiten Dankbarkeit zu empfinden
Gesunde Selbstliebe / Selbstakzeptanz Selbstablehnung  / Selbsthass
Gesunder Egoismus:
"Nur wenn es mir gut geht, kann ich mich um andere kümmern."
Egozentrisch "Wie passt es am besten für mich für mich?" /
im anderen Extrem egolos " Ich bin nicht wichtig, wie mache ich es anderen Recht?"
Neugierig / aufgeschlossen Neues zu lernenDesinteressiert / ablehnend gegenüber Neuem / skeptisch
Fürsorglich im Umgang mit sich selbstNachlässig mit sich selbst / lässt sich gehen
Authentisch / ehrlich / offen / direktAufgesetzt / unehrlich / manipulativ / indirekt
Fähig, die eigenen Interessen anderen gegenüber respektvoll zu vertretenSchüchtern und entschuldigend /
im anderen Extrem aggressiv
Gesellig / fähig Freundschaften zu pflegenIsoliert / einsam
Im anderen Extrem zwanghaft gesellig
Körperlich gesund:
Achtsam und fürsorgliche im Umgang mit sich selbst / achtet auf regelmäßige körperliche Bewegung und gesunde Ernährung
Körperlich ungesund:
Ungesunde Ernährung / wenig Bewegung / Tendenz sich zu überarbeiten oder zu unterfordern / suchtanfällig
Fähig geistige und körperliche Nähe und Intimität mit einem Partner zu erlebenVermeidung von Nähe und Intimität /
im anderen Extrem häufig wechselnde Partner / Nähe und Intimität nur auf körperlicher Ebene
Gesundes Verhältnis von Vertrauen  und Misstrauen. Ist fähig zu differenzieren, wem und womit man sich jemandem anvertrautVertraut nach dem Alles-oder-nichts Prinzip: Ganz oder gar nicht
Realistische Einschätzung über die eigenen LebenssituationUnrealistische Lebenseinschätzung / Tendenz zur Verleugnung (mir geht es gut, ich habe kein Alkoholproblem)
Kann verdiente und aufrichtige Komplimente annehmenHat Schwierigkeiten verdiente und aufrichtige Komplimente anzunehmen
Ist in der Lage sich und anderen zu vergebenHat Schwierigkeiten sich und anderen zu vergeben / ist nachtragend
Kann klar und unmissverständlich  kommunizierenIst in der Kommunikation oft unklar und missverständlich
Fähig zu trauern / kann Verluste und Enttäuschungen in angemessener Zeit  verarbeitenSchwierigkeiten zu trauern / kommt über Verluste oder Enttäuschungen nicht hinweg
Sucht die Gesellschaft zu Menschen, die ebenfalls im Wahren-Ich-Status sindSucht unbewusst die Gesellschaft von Menschen im Falschen-Ich-Status
Kennt und lebt seine Bestimmung / Berufung / LebenszweckIst sich unklar über seine Bestimmung /Berufung / Lebenszweck
Arbeit und Erholung steht in einem gesunden VerhältnisUnausgewogenes Arbeits-Erholungs-Verhältnis / zuviel Arbeit oder zuviel Nichtstun
Fähig die eigenen Emotionen zu fühlen, zu erkennen und bei Wunsch zu zeigenBegrenzt fähig Emotionen zu erkennen oder zu benennen / kann Emotionen aufgrund von Angst, Schuldgefühlen oder Blockaden nicht zeigen /
Oder:  Emotionen können nicht kontrolliert werden
Fähig besonnen und überlegt zu handelnNeigt zu impulsiven oder unüberlegten Handlungen, die später oft bereut werden
Respektvoll im Umgang mit allen MenschenGibt sich je nach Situation unterwürfig oder dominant / überheblich / arrogant
Gesundes Urvertrauen / vertraut sich selbst und dem LebenMangelndes Urvertrauen / Schwierigkeiten sich selbst und dem Leben zu vertrauen
Normale Selbstzweifel und ÄngsteÜbermäßige Selbstzweifel und Ängste
Das Handeln steht im Einklang mit den eigenen Werten / Predigt Wasser - trinkt WasserHandelt nicht im Einklang mit den eigenen Werten / Predigt Wasser - trinkt Wein
Sucht innere Ruhe und Harmonie in sich selbstSucht innere Ruhe und Harmonie durch die Kontrolle der Außenwelt
Glaubt an sein Potential und seine Fähigkeiten sich weiterzuentwickelnZweifelt an seinem Potential und seine Fähigkeiten
Weiß um seinen Wert und seine Einzigartigkeit ohne sich genötigt zu fühlen, sich beweisen zu müssenZweifelt an seinem Wert und seiner Einzigartigkeit / Fühlt sich genötigt, sich ständig zu beweisen

 

Wie findet man sein Wahres Ich?

Die gute Nachricht ist, man muss das Wahre Ich nicht finden.

Es ist immer an Bord.

Es sind unsere dysfunktionalen Denkmuster, grundverkehrten Glaubenssätze und unverheilte seelische Verletzungen, die uns davon abhalten, zu sein wer wir wirklich sind und damit unser Wahres Ich auf den Beifahrersitz und manchmal sogar in den Kofferraum verbannen.

Um das Wahre Ich wieder ans Steuer zu lassen, will man in seiner Gedanken- und Gefühlswelt Ordnung schaffen und alles entsorgen, was dort nichts zu suchen hat.

Dafür muss man ein bisschen was tun.

Was nicht weiter schlimm ist, denn die Arbeit an seiner inneren Welt macht Spaß.

Und nebenbei – kennst du einen Menschen, der zu seinem Heldenstatus durch Nichtstun gekommen ist?!

Ich auch nicht. 🙂

 

Fazit

Das Wahres Ich ist der weltbeste Chauffeur, den man haben kann.

Doch solange ein falsches Ich am Steuer sitzt, ist die Fahrt durchs Leben holprig und leidvoll.

Die Aufgabe von uns allen, denen der Hintern zu sehr schmerzt, ist es, sich daran zu erinnern, dass man einen besseren Fahrer im Wagen hat, der sehnlichst darauf wartet wieder zum Einsatz zu kommen - das Wahre Ich.

Jenes Ich, das in jedem Augenblick in der Lage ist, Schlaglöcher lässig zu umfahren und uns sicher durch jedes Verkehrschaos zu lenken.

Wenn du Lust hast, melde dich zu SelbsthilfeHelden-Tipps an und erfahre mehr, wie du dein Wahres Ich befreien kannst.

Deine Kris


Deine Gedanken sind wichtig

Hallo, ich bin Kris Wiegand, Verfasserin des Artikels und Gründerin von SelbsthilfeHelden.

Leidst du auch unter einem falschen Ich? Hast du Fragen oder Anregungen? Dann schreibe einen Kommentar.

Deine Gedanken helfen auch anderen.

Deine Kris

PS: Wenn du anonym bleiben möchtest, gib nur deinen Vornamen oder einen Künstlernamen ein.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht und du brauchst natürlich auch keine Webseite anzugeben, wenn du keine hast. 🙂

 

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13 Gedanken zu „WAHRES ICH oder FALSCHES ICH – Wer steuert dein Leben?

  1. Sehr geehrte Frau Wiegand!

    Ich hab Ihren Artikel über das Wahre und das Flasche Ich gelesen und fand ihn sehr aufschlussreich. Bei mir treffen so gut wie alle Merkmale des Falschen Ichs zu und diese Einstellung beeinträchtigt meine Beziehung und Freundachaften immens. Ich litt früher unter Sozialphobie, habe aber keine Panikatacken mehr. Ich frage mich, womit ich am besten anfangen soll, mein wahres Ich mehr und mehr zum Vorschein zu bringen.

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

    1. Hallo Daphodile,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Bei falschen Ichs handelt es sich um dysfunktionale (also nicht nützliche) Denk- und Verhaltensmuster, die automatisch ablaufen, ohne dass es einem selbst bewusst ist.

      Man erkennt falsche Ichs immer daran, dass man sich nicht gut fühlt.

      Ein guter Einstieg falsche Ichs loszuwerden, ist (außer den 21-Schritt SelbsthilfeProzess zu machen 🙂 ) damit zu beginnen sich selbst zu beobachten:

      Sobald man merkt, dass negative Emotionen in einem aufsteigen, dass man sich schlecht fühlt oder dass man Dinge tut, die man eigentlich gar nicht tun will, schlüpft man in die Beobachter-Rolle.

      Man lässt die unangenehmen Gefühle, die negativen Gedanken oder unerwünschten Verhaltensautomatismen – mit anderen Worten, das falsche Ich in seinen unterschiedlichen Facetten – zu und beobachtet sich selbst dabei.

      Zunächst ohne einzugreifen und ohne etwas verändern zu wollen.

      Wenn man die Sich-Selbst-Beobachten-Übung öfter wiederholt, wird einem bewusst, dass es sich hier tatsächlich um Automatismen handelt und dass man Handlungs- und Denk-Alternativen hat.

      Infolge ist man fortan in der Lage anders zu reagieren und man kann sein Wahres Ich zum Zug kommen lassen.

      • Man erkennt, dass man nicht immer sofort auf seine Emotionen reagieren muss, sondern auch warten kann, bis sie abgeebbt sind.

      • Plötzlich ist man fähig, dieselbe Situation, die man bislang immer gleich interpretiert hat, anders zu interpretieren und neue, positive Gedanken zu denken.

      Das gleiche gilt für Verhaltensmuster.

      Wenn ich zum Beispiel erkenne, dass im Streit mein falsches Ich die Tendenz hat, davon zu laufen und ich das Muster durchschaut habe, kann ich mir eine andere Verhaltensweise überlegen.

      Ich kann mir überlegen, wie sich mein Wahres Ich verhalten würde. Also wie ich mich lieber verhalten würde.

      Vielleicht könnte ich dem anderen im Streit das nächste Mal sachlich und wohlmeinend sagen: „Du, ich bin jetzt sehr verärgert. Vielleicht können wir später in Ruhe noch einmal über das Thema sprechen.“

      Beantwortet das deine Frage?

      LG, Kris (gerne per Du 🙂 )

  2. Hallo Kris, Hallo User,

    ich bin schon seit 6 Jahren sowohl in stationären als auch in ambulanten Therapien!!
    Leider hat mir keine Behandlung eine Verbesserung gebracht.
    In den Artikeln hier, erkenne ich mich wieder und bin mir sicher ein Bindungs-/Kindheitstrauma zu haben.
    Falls Du/Ihr geeignete Therapieformen kennt, freue ich mich von Euch zu hören.

    Danke schon mal im vorraus.

    Gruß

    Alexander

    1. Hallo Alexander,
      viele Wege führen nach Rom.
      Wiederholung und Kontinuität ist einer der Schlüssel auf dem Weg zur Heilung. Die dysfunktionalen Denkprogramme hat man auch nicht an einem Tag gelernt. Deshalb ist es so bedeutsam aktiv an sich selbst zu arbeiten. Ohne die eigene aktive Mithilfe funktioniert es nicht.
      Ein Therapeuten-Spruch sagt: “Andere können dir den Weg zeigen. Gehen musst du ihn selbst.”
      Nach meiner Überzeugung gibt es bei nicht DEN EINEN richtigen Weg oder DIE EINE richtige Therapie.
      Folge deiner inneren Stimme und mache das, wovon du dich angesprochen fühlst. Das ist dein Weg.
      Und arbeite aktiv an dir.
      Es ist wichtig, das was du in der Therapie lernst, täglich zu üben und umzusetzen.
      Wenn du Lust hast, melde dich zu den SelbshtilfeHelden-Tipps an. Dann hast du Begleitung auf deiner Reise zurück zu gesund und munter. 🙂
      LG, Kris

  3. Danach fahre ich seit knapp 70 Jahren als Falsches Ich durch das Leben – an eine Situationen, in denen ich die Gefühle gehabt hätte, die dem Wahren Ich zugeschrieben werden kann ich mich nicht erinnern und sehe auch keinen Beifahrer…

    1. Hallo Matthias,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Welche Erinnerungen man hat, ist an die gegenwärtige Verfassung in der Gegenwart gekoppelt. In Krisenzeiten und emotionalen Tiefs fallen einem so wie gut wie keine positiven Erinnerungen, dafür aber Berge von negativen ein.

      Der Trick ist, zu lernen, wie man sich selbst aus den Tiefs holt.

      Das geht auch noch mit 70+. 🙂

      Der Schnupperkurs „Befreiung von negativer Prägung“ wäre vielleicht ein guter Einstieg für dich?

      LG, Kris

  4. Ich hab mich gerade selbst besser verstanden. Wusste nie, was mit mir los ist. Jetzt würde ich gern ergründen, wann das falsche Ist das Steuer übernimmt. Wenn man sich über die Situation klar wird, kann man vielleicht beeinflussen, das es nicht so oft passiert.

    1. Hallo Manuela,

      Prima, dass du deine Gedanken mit anderen teilst! Danke. 🙂

      Meistens rutscht ein falsches Ich ans Steuer, wenn man sich am unteren Ende der Emotions-Skala aufhält. Also dort wo die ganzen negativen Emotionen wie Wut, Ärger, Angst, Verzweiflung, Frustration & Co rumhängen.

      Verhindern kann man es dadurch, dass man
      a) emotionale Verletzungen aus der Vergangenheit heilt
      b) dysfunktionale Denkmuster erkennt und auflöst
      c) seinem inneren Gleichgewicht höchst Priorität gibt.

      All das erreicht man mit verschiedenen Übungen.

      Am einfachsten ist es, damit zu beginnen, auf sein inneres Gleichgewicht zu achten. Das funktioniert super mit Meditation, Affirmationen, Achtsamkeitsübungen oder einfach Spaziergängen in der Natur.

      Das Auflösen von dysfunktionalen Denkmustern und Heilen von emotionalen Verletzungen (wie in dem Beispiel von John) erfordert ein bisschen mehr Hingabe.

      Im 21-Tage SelbsthilfeProzess wirst du durch den ganzen Prozess geführt und im kostenlosen Schnupper-Kurs zu Befreiung von negativer Prägung (HIER geht´s zu Download-Seite) findest du eine Kurz-Einführung zum Einsteigen.

      LG, Kris

  5. Hallo liebe Kris!

    Erstmal ein großes Lob an dich & deine Weisheiten 🙂 ich finde es sehr einleuchtend & verständlich was du sagst.
    Ich sitze gerade hier & grübel ein wenig über das Ende deines Beitrags und frage mich, wie man dem wahren Ich genau erlaubt ans Steuern gehen zu dürfen. Ist es reine Geisteskraft? wenn ja, wie kann man zu mehr Durchhaltevermögen & Vertrauen gelangen?
    ‘Tschuldige wenn ich ein zu großes Thema anschneide, aber ich bin so neugierig wie das alles genau geht! :))
    Das alles klingt so wahnsinnig einfach! ?

    Sei lieb gegrüßt!

    1. Hallo liebe Lotti,

      vielen Dank für deinen Kommentar und die Blumen. 🙂

      Ja, im Prinzip ist es genau wie du sagst „wahnsinnig einfach“. Wir Menschen haben es uns nur über die Jahrhunderte ein bisschen schwer gemacht, weil wir uns entschieden haben mehr mit dem Verstand zu denken, als mit dem Herz.

      Fang einfach damit man, wieder mit dem Herz zu denken. Lass dein Herz Entscheidungen treffen. Orientiere dich nicht an Logik und Verstand, sondern am Bauchgefühl. Vertraue deiner Intuition, auch wenn du keine Erklärung hast, wieso.

      Damit übergibst du das Steuer an dein Wahres Ich.

      Ich habe deine Anregung (über die ich mich sehr gefreut habe!! 🙂 ) auf meine Themen-Liste gesetzt, für zukünftige Newsletter und weitere Artikel.

      Danke und liebe Grüße, Kris

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