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Beitragsbild: Dysftunktionale Familie - 10 Merkmale

10 typische Merkmale einer DYSFUNKTIONALEN FAMILIE

In diesem Artikel findest du eine Beschreibung von 10 typischen Merkmale einer dysfunktionalen Familie.

Dysfunktionale Familien lassen sich nicht immer an der äußeren Fassade erkennen.

Sehr oft wirken sie nach außen harmonisch und intakt.

Innerlich leidet die ganze Familie.

Da keiner wirklich versteht, was die Ursache ist, gibt man sich meist gegenseitig die Schuld, was die Situation natürlich nicht verbessert.

Die nachfolgende Aufzählung der 10 typischen Merkmale von dysfunktionalen Familien richtet sich an erwachsene Kinder aus dysfunktionalen Familien.

Wenn du hier gelandet bist, weil du bereits Mutter oder Vater geworden bist und deine „unorthodoxe“ Familie in Ordnung bringen (oder zumindest verstehen möchtest), auch dann solltest du die Merkmale aus den Augen des Kindes lesen, das du selbst einmal warst.

Du hättest heute keine dysfunktionale Familie (oder dysfunktionale Kinder), wenn deine eigene Ursprungsfamilie gesund und intakt gewesen wäre.

Um seine dysfunktionale Familie zu heilen, muss man sich selbst heilen.

Und um sich selbst heilen zu können, muss man die Dynamik von dysfunktionalen Familien verstehen.

 

Dysfunktionale Familie Merkmal #1

1. Starkes Machtgefälle

Dysfunktionale Familien zeichnen sich durch ein starkes Machtgefälle aus.

In den meisten Fällen ist ein Elternteil autoritär und der Partner untertänig oder abhängig. Häufig handelt es sich hierbei um emotionale Abhängigkeit und Angst vor dem „auf sich selbst gestellt sein“.

Während es dem dominierenden Familienoberhaupt gestattet ist seine Launen auszuleben, wird das gleiche Verhalten den anderen Mitgliedern der dysfunktionalen Familie untersagt.

Die emotionale Verfassung des dominierenden Familienmitgliedes unterliegt oft starken Schwankungen, ist unberechenbar und beeinflusst die gemeinsame Stimmung selten zum Positiven.

➡  Hast du heute Schwierigkeiten mit deinen Emotionen richtig umzugehen? Dann möglicherweise deshalb, weil es dir nicht gestattet war Emotionen zu zeigen oder unangemessen darauf reagiert wurde.

 

Dysfunktionale Familie Merkmal #2

2. Geringe Kommunikationsfähigkeiten

In dysfunktionalen Familien findet klare, offene Kommunikation zur Konfliktlösung so gut wie nicht statt.

Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Familie eskalieren oft im Streit, ohne dass es zu einer einvernehmlichen Lösung kommt.

Probleme werden typischerweise ignoriert, verdrängt und ausgesessen.

In dysfunktionalen Familien können Auseinandersetzungen zu tagelangem, in Extremfällen zu jahrelangem Schweigen zwischen den Familienmitgliedern führen.

Wie es zum Beispiel Promi-Ex-Ehefrau Nadja Abd el Farrag in ihrer Jugend erleben musste. Ihr Vater sprach 15 Jahre lang nicht mit ihr. Heute kämpft sie mit einem Alkoholproblem und Depressionen.

➡  Konfliktlösung und Kommunikation sind erlernte Fähigkeiten.

Fällt es dir heute schwer zwischenmenschliche Probleme sachlich zu lösen? Dann schau mal in deine eigene Kindheit, vielleicht findest du dort die Antwort.

 

Dysfunktionale Familie Merkmal #3

3. Unklare Regeln, ungerechte Behandlung

Dysfunktionale Familien sind nicht in der Lage klare und gerechte Regeln innerhalb der Familie aufzustellen.

Was dem einen erlaubt wird, ist dem anderen untersagt.

Bei zwei oder mehreren Kindern sind Ungleichbehandlungen an der Tagesordnung.

Nicht selten bekommt ein Kind die Rolle des Sündenbocks und ein anderes die Rolle des Engels.

Das führt zu großen Spannungen bis hin zu gegenseitiger Ablehnung der Geschwister untereinander.

➡  Akzeptierst du es ungerecht behandelt zu werden, ohne für dich einzustehen? Tust du dich schwer eine klare Position zu beziehen, was DU für richtig und gerecht hältst?

In dem Fall könnte es sein, dass vor sehr langer Zeit dein Sinn für Gerechtigkeit durcheinander geraten ist.

 

Dysfunktionale Familie Merkmal #4

4. Emotionaler Missbrauch

Emotionaler Missbrauch hat viele Formen.

Da Eltern dysfunktionaler Familien häufig nicht fähig sind, sich emotional selbst zu regulieren, benutzen sie ihre Kinder zur Stabilisierung.

Dadurch werden die Kinder zum Ausleben von angestautem Ärger und Frustration missbraucht.

In gewalttätigen Familien werden sie sogar sprichwörtlich zum Prügelknaben.

In anderen Fällen wird der Nachwuchs vernachlässigt, ignoriert und viel zu lange allein in Laufställe oder Kinderzimmer gesperrt.

In der Regel pflegt mindestens ein Elternteil der dysfunktionalen Familie dem Partner oder dem Kind die Schuld an der eigenen Unzufriedenheit zu geben.

"Wegen dir konnte ich keine Karriere machen und meine Träume verwirklichen" ist eine der am häufigsten gehörten Anschuldigungen, mit denen Kinder aus dysfunktionaler Familien leben müssen.

➡  Typischerweise laufen erwachsene Kinder von dysfunktionalen Familien bis zur Auflösung des Traumas mit einem Gefühl von Schuld und Scham durch die Welt.

Bist dahin können sie oft nicht anders, als ihre eigenen Kinder auf die gleiche Weise zu beschämen und zu missbrauchen, wie es einst mit ihnen getan wurde.

 

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Dysfunktionale Familie Merkmal #5

5. Bedingungslose Liebe existiert nicht

Bindungslose Liebe existiert in dysfunktionalen Familien nicht.

Es ist eine Art Wenn-Dann-Liebe.

Die Kinder dysfunktionaler Familien erfahren in frühster Kindheit, dass Liebe an Bedingungen geknüpft ist.

   •   "Wenn du brav bist, dann hat Mama dich lieb."
   •   "Wenn du das tust, was ich will, dann hat Papa dich lieb."
   •   "Wenn du unseren Erwartungen folgst, dann lieben und unterstützen wir dich."
   •   "Wenn du mich liebst, dann liebe ich dich."

Als Kind nicht bedingungslos geliebt zu werden, führt zu Annahme nicht liebenswert zu sein.

"Liebe muss verdient werden", lautet der unbewusste Glaubenssatz.

Man nimmt an, anders sein zu müssen als man ist oder Außergewöhnliches leisten zu müssen, um es Wert zu sein geliebt zu werden.

➡  Wer als Kind nicht ohne Bedingungen geliebt wurde, kann sich selbst nicht lieben. Und wer sich selbst nicht liebt, kann anderen auch keine echte Liebe geben.  Nicht einmal den eigenen Kindern.

 

Dysfunktionale Familie Merkmal #6

6. Überschreitung von Grenzen

In dysfunktionalen Familien ist es gang und gäbe die persönlichen Grenzen der einzelnen Familienmitglieder zu missachten und zu überschreiten.

Eigentum und Privatsphäre wird daher häufig nicht respektiert.

In einem Fall berichtete eine erwachsene Frau, wie ihre Mutter Geschenke, die sie als Kind persönlich erhalten hatte, wegnahm und für sich beanspruchte.

Ohne jegliche Erklärung.

Eine andere Frau erzählte, wie ihre Mutter in ihrer Abwesenheit in ihrem Tagebuch las und in ihren persönlichen Sachen rumkramte.

Auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder wird in dysfunktionalen Familien wenig bis keine Rücksicht genommen. Ihr "Nein" wird oft nicht akzeptiert oder sogar heftig kritisiert.

➡  Wenn du heute Schwierigkeiten hast „Nein“ zu sagen, dann prüfe mal, ob man von dir als Kind gefordert hat, auf die Wünsche von anderen tunlichst mit "Ja" zu antworten. Und ob du möglicherweise heute das gleiche von deinen Kindern erwartest.

 

Dysfunktionale Familie Merkmal #7

7. Schlechte Vorbildfunktion der Eltern

Eltern einer dysfunktionalen Familie werden ihrer Vorbildfunktion für die Kinder nicht gerecht.

Insbesondere Eltern, die aufgrund von Selbstentfremdung und ungelösten inneren Konflikte nicht in der Lage sind, selbst ein erfülltes Leben zu führen.

Kinder lernen im Wesentlichen durch Beobachten und Nachmachen.

Die eigentlichen Erziehungsmaßnahmen (Kind, tu dies, tu jenes) machen etwa 10% der Prägung aus.

Das Vorbild die restlichen 90%.

Kinder übernehmen unbewusst die Verhaltensweisen und Gedankenmuster der Eltern und kreieren sich so in der Zukunft ein ähnliches bis identisches Leben.

Auch wenn sie nie so werden wollten wie ihre Eltern.

➡  Tust du heute Dinge, wofür du früher deine Eltern kritisiert hast und die du selbst nie tun wolltest?

Wenn ja, weißt du jetzt eventuell warum.

Erkenntnis ist der Schritt zur Veränderung.

 

Dysfunktionale Familie Merkmal #8

8. Emotionale Armut

Dysfunktionale Familien sind emotionale Wüsten.

Es mangelt an emotionalem Verständnis und emotionaler Wärme.

Gesten liebevoller Zuneigung in Form von Umarmungen, Wangenküsse, Kuscheln enden in frühester Kindheit - wenn der Ausdruck von körperlicher Zuneigung überhaupt je stattgefunden hat.

Auch verbale Mitteilungen von Liebe, Lob und Anerkennung sind in dysfunktionalen Familien typischerweise Mangelware.

Im Gegenzug wird mit Kritik, Verspottung und Abwertung nicht gespart.

➡  Fällt es dir heute schwer Gefühle zu zeigen und andere wissen zu lassen, dass du sie magst? Oder die Leistung anderer anzuerkennen und sie zu loben?

Nun, vielleicht einfach aus dem Grund, weil du es nicht erlebt hast und nie erfahren hast, wie man das macht.

 

Dysfunktionale Familie Merkmal #9

9. Krieg des Willens

Dysfunktionale Familien erklären ihrem Säugling den Krieg am Tag der Geburt.

Das Schreien des Kindes wird als Affront betrachtet.

Fortan ist man im Kampf mit dem Nachwuchs, wer sich durchsetzt.

Das Baby (welches bis zum Alter von 2 Jahren keinerlei Fähigkeit hat logisch zu denken) "soll lernen", dass es nicht immer an erster Stelle kommen kann und sich anpassen muss.

Alles was das Baby kann ist fühlen, dass es abgelehnt, ignoriert und vernachlässigt wird.

Das Baby wächst - das Gefühl der Ablehnung bleibt.

➡  Emotional vernachlässigte Kinder von gestern füllen heute als Erwachsene die Praxen von Heilpraktikern, Psychologen und Suchttherapeuten, die darauf spezialisiert sind Entwicklungstraumata zu heilen.

 

Dysfunktionale Familie Merkmal #10

10. Rollenumkehrung

Ein weiteres Merkmal von dysfunktionalen Familien ist die Rollenumkehrung.

Insbesondere, wenn ein Elternteil abhängig ist (wovon auch immer - vom Partner, von Alkohol, etc.) und nicht in der Lage ist seine Rolle als Vater oder Mutter zu erfüllen.

In dem Fall ist das Kind genötigt die Elternrolle zu übernehmen.

Die Verhältnisse stehen Kopf, denn die Bezugsperson ist nicht für das Kind da, sondern das Kind für die Bezugsperson.

Solche Bindungen sind problematisch, weil sich das Kind nie wirklich von seinen Eltern lösen kann.

Zum einen hofft es noch immer darauf, die Mama oder den Papa den es gebraucht hätte, doch noch eines Tages zu finden.

Zum anderen fühlt es sich verantwortlich für das Elternteil.

➡  Rollenumkehrung steht echter Selbständigkeit und Unabhängigkeit im Weg und wird unbewusst oft am eigenen Kind wiederholt.

 

Dysfunktionale Familie / Selbsthilfe

Was tun als erwachsenes Kind einer dysfunktionalen Familie?

Kinder aus dysfunktionalen Familien sind sich oft bis ins hohe Erwachsenenalter nicht bewusst, dass mit der Herkunftsfamilie etwas nicht stimmte. Insbesondere dann, wenn die Familie äußerlich nicht den Anschein machte, irgendwie ungewöhnlich zu sein.

Wer aus einer Alkoholiker-Familie stammt und als Kind physisch oder sexuell von einem Familienmitglied missbraucht wurde, für den ist offensichtlich, dass zuhause etwas nicht in Ordnung war.

Spätere auftretende Symptome wie Einsamkeit, innere Leere,  Angststörungen oder Depressionen sind für die Betroffenen dann auch weniger verwunderlich.

Für solche Menschen ist unzweifelhaft, woher ihre Probleme stammen.

 

Was, wenn scheinbar alles okay war?

Anders verhält es sich bei Menschen, die ebenfalls unter seelischen Problemen leiden, jedoch in ihrer Kindheit nicht erkennbar schlecht behandelt wurden.

In ihren Augen war die Familie intakt und ihre Kindheit „normal“.

Für ihre Krankheiten suchen sie die Schuld häufig bei sich und gelangen so nicht wirklich zur Wurzel und damit auch nicht zur Lösung des Problems.

Flüchtest du ich in Arbeit? Leidest du unter Depressionen? Einsamkeit? Angststörungen? Alkohol- oder Co-Abhängigkeit? Übergewicht, Ess-Störungen oder Magersucht? Panik-Attacken? Innerer Leere? Dauerstress oder Burnout?

Dann deshalb, weil dir seelisches Leid zugefügt wurde und dein inneres Kind verletzt wurde.

Mit anderen Worten, weil dir defekte gedankliche Denk- und Verhaltensprogramme vermittelt wurden, die dir das Leben unnötig schwer machen und dich aus deinem inneren Gleichgewicht bringen.

 

Verändere dich selbst und die Welt verändert sich

Wenn du heute in irgendeiner Form leidest, dann willst du diese seelischen Verletzungen heilen und alles, woran du bist heute geglaubt hast, in Frage stellen.

Jeder Gedanke der Angst, Stress, Sorge oder Ohnmachtsgefühle in dir hervorruft, gehört nicht in deine innere Welt.

Deine kindlichen Erlebnisse prägen deine Gedanken und deine Gedanken kreieren deine Realität.

Alles was dich in einen negativen Gefühlszustand versetzt, kreiert mehr negative Erlebnisse – was wiederum zu mehr Frustration, mehr Wut und mehr Problemen führt.

Aus diesem Teufelskreis kommst nur dann heraus, wenn du dich heilst und deine dysfunktionale Denkmuster erkennst und auflöst.

Was übrigens gar nicht so schwer ist und ziemlich viel Spaß macht! 🙂

Wie das geht erfährst du im Artikel „Negative Prägung, was jeder Mensch darüber wissen sollte.“

Deine Kris

 

Betroffenen-Umfrage

Welches sind die häufigsten Symptome von Betroffenen aus dysfunktionalen Familien?

Wenn du selbst aus einer dysfunktionalen Familie stammst, dann beteilige dich an der Umfrage.

Damit findest du auch gleichzeitig heraus, welches die häufigsten Symptome von anderen erwachsenen Kindern aus dysfunktionalen Familien sind.

Nach deiner Eingabe, wird dir das Abstimmungsergebnis aller Umfrageteilnehmer direkt in Prozent angezeigt.

Bitte gib eine ehrliche Antwort. Es geht hier darum Betroffenen zu helfen.

Mehrfachauswahl von Symptomen ist möglich (weil leider üblich).

Die häufigsten Symptome von Betroffenen

 

 

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Hallo, ich bin Kris Wiegand, Selbsthilfe-Coach, Gründerin von SelbsthilfeHelden und Verfasserin des Artikels.

War dieser Artikel hilfreich für dich? Hast du Fragen oder Anregungen?  Dann schreibe einen Kommentar.

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25 Gedanken zu „10 typische Merkmale einer DYSFUNKTIONALEN FAMILIE

  1. Ich habe mich in vielen Punkten wiedergefunden.
    Erst nach dem Tod meiner Mutter (2013) konnte ich mit 60 Jahren üben der Mensch zu werden,
    von dem ich annahm, dass ich der hätte sein können.

  2. Hallo,
    ich bin 57 Jahre Alt und leide immer noch unter meiner Kindheit.Meine 2 Schwestern auch.Al Baby habe ich sehr oft bei meiner Pater Onkel gelebt.Meine Mutter war Herzkrank ich habe die paar mal gesehen aber ich glaube sie hat mich nicht gemocht sie hat mich geschimpft wenn ich mich auf dem Boden gelegt habe und sie war Kalt mein Vater war auch kalt und hat mich sehr oft geschlagen.Ich war 6 Jahre Alt als meiner Mutter gestorben ist.Sie ist zu Hause gestorben ich habe sie nie Tod gesehen und nie beerdigt bevor sie starb hat sie mir alles gut gewünscht.Ein paar Tage Später ist ihre Schwester mit Ihre Mutter zu uns gekommen und haben uns alles weggenommen was meiner Mutter hatte und unsere Kleider auch.Mein Vater hat diese Familie bei uns verboten zu kommen.” Jahre Später hat mein Vater geheiratet und es war die Hölle.Sie war Böse hat meinem Vater auf uns gehext und 2 von uns 3 wurden regelmäßig geschlagen dann wurden wir in einem furchtbare Kinderheim gebracht während der Ferien.Die Frau hat 2 Kinder bekommen.Jetzt waren wir zu 5 und keine Zimmer für jede.Ich musste mit der Schwester schlafen die keine Schläge bekam.Es war ihr Zimmer und ich dürfte erst um 21 Uhr kommen.Mein Vater hat uns drei gerufen und gesagt “die mittlere ist die Beste”ihr 2 sei 0 ihr taucht nichts.Die Mittlere hat sich das schon bemerkt Sie hat so gut wie kein Kontakt mit uns.Damals wurde ich geschickt in Schulen wo man putzen lernt ohne das man mich fragt.Wir dürften nicht raus von zu Hause ich habe nie gelernt mit kleines Geld umzugehen wir dürften keine Freundin mitnehmen.Ich dürfte nie meine Meinung sagen es dürfte kein Konflikt sein.Ich hatte oft Bauchweh und habe viel gezittert.Ich dürfte nicht Krank sein.In der Schule war ich schlecht und die Lehrerin war auf die Seite der Stiefmutter Sie konnte mich nicht leiden, ich hatte niemand mit wem ich reden konnte ich wollte weg aber wohin? Keine Familie Mein Vater war sehr aggressive und hat mir den Kopf auf dem Tisch geschlagen er wollte sogar der Tisch auf mich los werfen. Zu Hause wir dürften nichts nehmen von Kühlschrank.Ich konnte niemand anschauen nur der Boden Dann haben beide mir ein Job gefunden in Süd Frankreich so weit weg wie möglich wo ich Total ausgenützt wurde .Dann kam ich nach Deutschland ich wurde von einem Deutschen geschlagen geraubt und er hatte sogar mein Unterschrift verfälscht und hatte sich Sachen wie Möbel gekauft ohne zu zahlen noch dazu die Wohnung.Er hat sich Arbeitslos gemeldet und dann musste ich allein alles zahlen und musste vor Gericht wegen ihn.Ich hatte noch nie ein Freund gehabt ich war zu unerfahren.Jedes mal wenn ich ein Job gefunden habe war ich das Opfer ich wurde gemobbt angeschrien.Ich bin ein Schatten Kind mit schwer Depression.Ich kann nicht arbeiten bin für 2 Jahre in Rente und Schwerbehindert.Ich traue kein Mensch mehr da die Menschen mich sehr verletzt haben egal welche Länder.Ich habe nie gelernt mit Kritik umzugehen.Ich bin Verheiratet ohne Kinder da wir keine haben können.Die Familie von meinem Mann akzeptiert mich nicht so wie ich bin.Diese Leute verstehen nicht die Leuten mit Depressionen interessiert die nicht und meine Vergangenheit schon gar nicht.Ich fühle mich wohl nur zu Hause mit meinem Wellensittichen und meinem Mann.Meine Große Schwester und ich haben uns immer gut verstanden.Ich nehme viele Tabletten um auszuhalten aber es ist schwer.Ich mache eine Verhaltenstherapie und die Frau versteht sich gut mit mir.Ja wir sind Helden alle zusammen wir sind Stark und ich wünsche die anderen viele Unterstützung.Ich habe das Buch von Stefanie Stahl gelesen und die Übung dazu ich muss sagen das ist sehr gut gemacht das Heißt Das Kind in dir muss Heimat finden es gibt noch eine Extra Heft mit Übung.Ich mache viele Recherche ins Internet.Notfall Koffer werde ich mir auch machen .Ich habe von dem Skill gehört soll auch gut sein.Die Leuten die das nicht erlebt haben können das nicht verstehen.Man lebt ständig unter Angst.

    1. Hallo liebe Valerie,

      vielen Dank, dass du deine Lebensgeschichte mit anderen teilst.

      Ja, dein heutiges Lebensgefühl reflektiert die gemachten Erfahrungen in der Kindheit. All das Misstrauen und die Ängste kommen daher. Das Vertrauen in andere und in das Leben, muss man zuerst in sich selbst wiederfinden.

      Wundervoll ist, dass du einen Mann hast, an dessen Seite du dich wohl fühlst. Und eine Schwester, der du vertrauen kannst. Das ist toll.

      Der Ansatz, deinem inneren Kind Heimat zu geben ist genau richtig und wird dazu beitragen, innerlich zu heilen und die Welt mit anderen Augen zu sehen.

      Es gibt ein sehr schönes Zitat von Wayne Dyer:

      „Verändere deinen Blick auf die Welt und die Welt auf die du blickst, verändert sich.“

      Das ist der Schlüssel. Heile dich selbst, indem du lernst dich selbst so anzunehmen, wie du bist. Lerne dich selbst zu lieben. Infolge werden dir die Menschen die gleiche Wertschätzung entgegen bringen.

      Glaube an dich und deine Kraft und gehe deinen SelbsthilfeHelden-Weg in deinem Tempo weiter.

      Dann wird sich dein Lebensgefühl verbessern, deine Symptome werden sich auflösen und die Begegnungen mit anderen Menschen werden positiv geprägt sein.

      Alles Gute,
      Kris

  3. Hallo Kris,

    sehr gelungene Beschreibung der Merkmale ohne zu sehr zu analysieren. Toll gemacht. Obwohl ich mich schon sehr lange bzw. immer wieder mit diesem Thema beschäftige hat diese Zusammenfassung mir geholfen.

    Viele Grüße
    Anna

  4. Liebe Frau Wiegand

    Schon mein ganzes Leben fühle ich eine unendliche Traurigkeit in mir die immer schlimmer und tiefer wurde und so kam ich vor 5 Jahren in die Klinik wegen tiefer Depression. Ich erzählte Ihnen von meiner unendlich tiefen Traurigkeit und Schmerz. Daraufhin bekam ich zusätzlich noch Lyrica um diesen Schmerz zu betäuben. Fertig. Keiner hat sich die Mühe gemacht herauszufinden woher der seelische Schmerz kam.

    Ich hab in den letzten Jahren hunderte von Internetseiten durchforscht. Aber erst durch diese Seite und den Test habe ich erkannt warum diese unendlich tiefe Traurigkeit in mir ist. Ich bin unendlich traurig über meine Kindheit. Meine Eltern waren nicht Alkoholsüchtig und körperliche Gewalt gab es eigentlich auch nicht aber alles andere im Test trifft auf mich zu.

    Ich bin jetzt 63. Etwas spät für diese Erkenntniss aber überglücklich. Vielen Dank.

    1. Hallo liebe Doris,

      vielen Dank für das Teilen deiner berührenden Geschichte.

      Das klingt nach dem Anfang eines wunderbaren neuen Lebensabschnittes.

      Erkenntnis ist der erste Schritt.

      Bleibe nicht stehen! Mache die nächsten Schritte, heile deine Verletzungen, befreie dich von deiner negativen Prägung aus der Kindheit und die Traurigkeit weicht einer ungekannten Lebensfreude.

      Alles Gute auf deinem Weg
      Kris

  5. Hallo liebe Kris,
    Vielen Dank für diesen Beitrag und generell diese Seite, ich bin vorhin zum ersten Mal drauf gestoßen. Ich habe bereits eine (erfolgreiche) Psychotherapie hinter mir, in der ich viel im geschützten Rahmen entwickeln und nachholen konnte, was mir in meiner Kindheit leider nicht möglich war. Dass überhaupt etwas nicht mit mir stimmt/ es mir nicht gut geht, habe ich tatsächlich erst gemerkt, als ich mit gesundheitlichen Problemen von einem Arzt zum nächsten gelaufen bin. Ich hatte starke Magenschmerzen und jeder hatte mir nur direkt scheiß Tabletten verschrieben, dabei war (und bin) ich noch jung. Die Tabletten hatten mir nicht geholfen, wurden sogar mehrmals gewechselt, ich saß vor lauter Schmerzen öfter bei Ärzten und musste dann auch sogar weinen und war sauer darüber, dass mir keiner wirklich zugehört hat. Das Ganze hat sich gut ein Jahr gezogen und irgendwann bin ich dahinter gestiegen, dass mir mein Körper die ganze Zeit was mitteilen wollte und ich zwar den körperlichen Schmerz deutlich wahrgenommen und darunter gelitten habe- nicht, aber nicht das, was dahinter steckt und dieses quasi weiterhin unterdrückt habe. Irgendwann hab ich es aber geschnallt und dachte einfach: irgendwas stimmt nicht mit mir, irgendwie geht es mir immerzu schlecht (auch ohne Magenschmerzen) und eigentlich weiß ich nicht so recht warum und da hab ich mich dran gesetzt nen Therapeuten zu finden. Und die habe ich gefunden, zum Glück! Sie hat mir sehr geholfen und war auch gleichzeitig ein bisschen Freundin und Mutter für mich. Leider ist die Therapie ertsmal vorbei, Krankenkasse übernimmt nicht mehr. Ich habe viel entwickeln können und mitbekommen und bin sehr dankbar und fühle mich stark genug auch ohne Therapie, konnte auch mithilfe der Therapie, in der ich viel Mut geschöpft habe, Freundschaften entwickeln, die auch jetzt noch weiter bestehen und eben da sind und mich auffangen. Doch manchmal vermisse ich die Gespräche mit meiner Therapeutin, sie hat mich einfach verstanden und konnte mir gut helfen, auch wenn ich mir selber natürlich auch viel mitgeholfen habe. Und ich habe eben immer noch meine Probleme und Verhaltensmuster und in die falle ich zurück. Es hilft mir dann, mich damit auseinanderzusetzen. Nicht direkt, aber wenn ich nach längerer Zeit wieder das Gefühl bekomme: irgendwas stimmt nicht. ( Mittlerweile habe ich auch gelernt besser auf meinen Körper zu hören und wenn mein Magen sich meldet, mich zu fragen, was mich gerade bedrückt/ ärgert. Das ist eigentlich sogar ziemlich praktisch 😀 , weil ich eben öfter nicht schnalle, wenn’s mir nicht gut geht oder was das Problem ist, aber so hilft mir mein Körper es besser wahrzunehmen. ) Und weil es mir irgendwie nicht gut ging, ich aber gezielt nach ‘dysdunktionalen/ kaputten Familien ‘ gesucht habe, weil ich mittlerweile weiß, dass hier dir Wurzel meiner Probleme liegt, bzw. mich meine Vergangenheit und die damit verbundene Probleme in der Gegenwart auch weiterhin belasten, bin ich auf deine Seite gestoßen und möchte dir danken, weil ich mich in dem Artikel selber gut wiederfinde und gerade vielleicht sogar ein bisschen besser verstehe/ Verständnis für mich bekomme, anstatt mich selbst (mal wieder) zu kritisieren und der Artikel mir ganz viel Mut macht, weiter an mir zu arbeiten und mein Leben zu verbessern und, dass ich es schaffen kann, mich selber zu heilen, denn es gibt neben mir auch noch andere, die aus dysfunktionalen Familien kommen, sich dessen BEWUSST sind und was ÄNDERN wollen. Und das macht mir ganz viel Mut 🙂 Weil obwohl man sich seine Familie nicht aussuchen kann, man sein eigenes Leben und Glück trotzdem in der Hand hat! Und das kann einem keiner nehmen bzw. darf man dies niemanden erlauben, es einem zu nehmen und ich will auch weiterhin versuchen mir das Schöne zu bewahren und wenn nötig darum zu kämpfen! 🙂
    Liebe Grüße und danke für diesen Artikel und diese Seite 🙂

    1. Hallo liebe Lina,

      Dein Kommentar macht anderen Betroffenen ganz viel Mut und gibt tolle Denkanstöße. Danke, Danke, Danke.

      LG, Kris

  6. Es ist immer wieder bitter zu merken,wie sehr die alten denkmuster in mir sitzen. Es war gut nochmal so genau drüber zu lesen und bei mir zu gucken. Dankeschön

    1. Hallo liebe Monika,

      nicht verzagen!!!

      Schritt 1: Ursachen erkennen
      Schritt 2: Veränderungen vornehmen
      Schritt 3: Leben genießen 🙂

      Alles Gute auf deinem SelbsthilfeHelden-Weg!
      Kris

  7. Hallo,
    mir kommt das alles leider ziemlich bekannt vor, was hier beschrieben steht. Ich lebe leider auch so. Ein russischstämmiger wesentlich älterer Kindsvater, meine achtjährige Tochter und ich. Er will, obwohl wir nicht zusammen leben, immer tonangebend sein und sich als Chef überall aufspielen und wir sollen uns von ihm unterbuttern lassen. Aufbegehren? Dann wird er laut und verbietet mir den Mund. Er ist unerträglich.
    Ich muss dazu sagen, dass er aber auch zusätzlich eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat. Das erklärt vieles diesbezüglich. Es ist wirklich sehr schwer mit ihm.
    Er sieht sich aber immer im Recht….und Schuld sind immer nur wir…. Er nie….

    1. Hallo liebe Sabine,

      vielen Dank für deinen Beitrag.

      Du musst dich nicht mit deiner Situation abfinden. Zwar kannst du deinen Mann nicht verändern, aber du kannst dich selbst verändern. 🙂

      Die Außenwelt (samt der Menschen darin) ist ein Spiegel des eigenen inneren Zustands.
      Arbeite an deiner Selbstachtung, deiner Selbstliebe und deinem Selbstwertgefühl und du wirst immer mehr Menschen treffen, die dich achten, lieben und mit Respekt behandeln.

      Habe Vertrauen!! Du selbst hast alle Fähigkeiten die du brauchst, um dein Leben zum Besseren zu wenden.

      Wir alle geraten in schwierige Situationen, um daran zu wachsen. Nicht um daran zu zerbrechen.

      LG, Kris

  8. Liebe Kris,

    meine Mutter ist 89 Jahre alt, Ich besuche sie öfters und versuche mein Bestes. Es herrscht schon lange ein Familienkrieg bei uns. Schwester wurde immer vorgezogen, dadurch war ich immer der Sündenbock, ich kriege immer alles ab. Ich wurde auch als Kind schon immer benachteiligt.

    Später in der Pubertät bin ich oft abgehauen. Habe mich auch geritzt. Auch da hat niemand was gesagt. Danach habe ich mich weitergebildet etc. und es wurde mir nie was zugetraut. Aber ich hab meinen Weg gemacht und habe selbst 2 erwachende tolle Kinder und einen super Ehemann, der zur mir hält und mich aufbaut.

    Ich lehne den Kontakt zu meiner Schwester ab, nur zurecht, nur zum Bruder hab ich noch Kontakt. Das Besuchen meiner Mutter sehr schwierig. Sie hat eine Nervenkrankheit, jammert immer, will sich aber keine Hilfe holen und redet immer nur davon, dass es besser wäre wenn sie bald stirbt. Das baut einen nicht gerade auf.

    Wir wollen in ein paar Jahren entweder auswandern oder länger ins Ausland gehen, in die Heimat meines Mannes. Davon weiß sie nichts. Ich bot ihr an, in unsere Haus einzuziehen, aber sie braucht ihren Freiraum, sie will ja eh nicht, jammert dann aber immer. Jetzt will ich sie auch nicht mehr hier bei uns haben, das würde nur eskalieren.

    Mittlerweile baue ich einen Schutzwall auf, sage ihr auch mal die Meinung und es werden mir wieder die Geschichten von früher vorgeworfen, Pubertät etc. Zugetraut wurde mir auch nie was. Ich habe immer das Gefühl, dass früher irgendwas passiert ist in meiner Kindheit.

    Meine Mutter hat sich schon immer bei mir eingemischt, ist dominant und ich hab mich immer rechtfertigen müssen, mein Vater war das ziemlich locker, lebt nicht mehr.

    Ich habe nun das Gefühl, dass unsere Mutter mich und meine Schwester gegenseitig ausspielt, alle die sie besuchen, vergrault sie dann immer, so dass keiner gerne hingeht.
    Ich gehe Sie weiterhin sie besuchen, aber gehe gefrustet nach Hause. Ich komme mit der Situation nicht mehr klar.

    Nach einer Besuchspause von ein paar Monaten (nach einem heftigen Streit mit Schwester und Mutter habe ich mich nicht gemeldet) hat sich meine Mutter wirklich selbst gemeldet und tat so, als wenn wieder alles ok ist. In dieser Familie wird alles unter einen Tisch gekehrt. Es wird immer nur über andere gehetzt, es ist alles negativ.
    Ich bringe ihr Blumen mit, sie ist immer nur mit sich selbst beschäftigt.

    Unsere Kinder kriegen diesen Ärger auch mit, und besuchen sie schon gar nicht mehr, was auch nicht richtig ist.
    Unsere Mutter kann auf andere nicht zugehen und kann keine Gefühle zeigen. Und ich denke, klar, sie ist meine Mutter, sie ist alt. Wie soll ich mich denn verhalten?,

    vielen lieben Dank für Deinen Rat,
    Eyleen

    1. Hallo liebe Eyleen

      Vielen Dank, dass du deine Geschichte mit anderen Betroffenen teilst.

      1) Gedanken zum Umgang mit deiner Mutter

      Deine Mutter kann für ihre Verfassung nichts. Sie ebenfalls das Opfer einer dysfunktionalen Familie und einer sehr negativen Prägung. Trotzdem kannst du ihr nicht helfen. Sie kann sich nur selbst helfen.

      Und du kannst nur dir helfen.

      Wie sich deine Mutter sich fühlt, hängt NICHT davon ab, wie sich andere Menschen (du, deine Kinder) verhalten.

      Sondern was im Kopf deiner Mutter abläuft.

      Darauf hat man keinen Einfluss.

      Das einzige worauf man Einfluss hat, ist das eigene Verhalten und die eigenen Gedanken.

      Es gibt kein Patentrezept für den Umgang mit schwierigen Menschen. Manchmal ist es das Richtige, auf Distanz zu bleiben.

      Wenn sich das nicht gut anfühlt, dann liegt die Herausforderung für dich darin, dich nicht von ihren negativen Geschichten runterziehen zu lassen.

      Du könntest die Begegnungen mit deiner Mutter als Persönlichkeitstraining betrachten. 🙂

      Lasse sie ihre Geschichten erzählen, ohne dich damit zu identifizieren. Halte bei den Begegnungen den Fokus darauf, was in dir vorgeht. Wenn es dir gelingt, nicht länger auf ihre Negativität und ihre Geschichten zu reagieren, die sie seit 70 Jahren wiederholt, vermutlich ohne es zu merken, wird sie von selbst aufhören.

      Steigst du in die Stories ein und diskutierst mit ihr über deine Sicht der Dinge, wirft es dich selbst aus dem Gleichgewicht. Daher willst du derartige Diskussionen vermeiden, denn du willst dich ja gut fühlen. 🙂

      Wie du selbst erkannt hast, ist deine Mutter im Wesentlichen mit sich selbst beschäftigt und ist daher auch gar nicht an der Sicht anderer interessiert. (Was nebenbei auf eine narzisstische Persöhnlichkeitsstörung hindeutet.)

      Wenn du einfach reden lässt und dir für dich denkst „Du hast deine Sichtweise und ich habe meine“, das aber für dich behältst, dann kann die Begegnung deine Stimmung nicht beeinflussen.

      2.) Was ist passiert in der Kindheit

      Du schreibst „Ich habe immer das Gefühl, dass früher irgendwas passiert ist in meiner Kindheit.“

      Das Gefühl kenne ich. Ich habe mich auch lange Zeit gefragt, ob in meiner Kindheit etwas vorgefallen ist, das ich ausgeblendet habe.

      Das ist eine Möglichkeit. Aber wenn es so gewesen wäre, hättest du mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwelche Anhaltspunkte oder Indizien.

      Wenn du keinerlei Anhaltspunkte hast, dann ist die Ursache meist emotionale Vernachlässigung.

      In anderen Worten Unterlassung, Vorenthaltung von Liebe und Zuneigung ist passiert.

      Für ein Kind ist emotionale Vernachlässigung ein anhaltendes traumatisches Erlebnis, mit weitreichenden Folgen ins Erwachsenalter, weil es die Persönlichkeit negativ prägt.

      Emotionale Vernachlässigung ist auch einer der möglichen Gründe für das Ritzen: Aggression über vorenthaltene Liebe kann nicht zum Ausdruck gebracht werden und weil die Aggression und der Schmerz irgendwo hin muss, richtet man sie gegen sich selbst.

      Lerne dich selbst bedingungslos zu lieben, dir selbst zu vertrauen und übe dich darin, deinem inneren Gleichgewicht die höchste Priorität zu geben.

      Deine Mutter ist dafür der beste Sparrings-Partner! 🙂

      Liebe Grüße, Kris

  9. Hey! Hey!
    Bis auf sexueller Missbrauch, in der Familie, habe ich alles durch.
    Ich möchte gerne los lassen und mit meiner Familie nichts mehr zu tun haben.
    Ist das richtig?
    Viele Liebe Grüße Nicole Weber ? ✌ ?

    1. Hallo liebe Nicole,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Es scheint, du hast deinen Humor dabei nicht verloren. Das ist gut. 🙂

      Was den Umgang mit deiner Familie betrifft, da gibt es kein „richtig“ oder „falsch“.

      Das muss jeder SelbsthilfeHeld für sich herausfinden, was einem inneren Frieden gibt.

      Einige Familien ändern sich mit, wenn man sich selbst verändert. Dann ist oft Annäherung wieder möglich.

      Andere Familien bleiben missbrauchend und die Betroffenen fühlen sich in solchen Fällen ohne Kontakt besser.

      Das findet sich.

      Wenn du Symptome hast, mache dich auf den Heilungsweg. Heile alte emotionale Verletzungen und kremple dysfunktionale und selbstlimitierende Glaubenssätze um.

      Damit verschwinden die seelischen Leiden und das Leben bekommt wieder mehr Leichtigkeit.

      LG, Kris ✌

  10. Sehr geehrte Frau Wiegand, ich komme auch aus so einer Familie. Durch die Kindheitserfahrungen bin ich in meinem Leben total blockiert: ich habe 1997 eine Maler/Lackiererausbildung angefangen die ich 2000 erfolglos abbrach. 2003 -2005 hab ich sie wiederholt und erfolgreich abgeschlossen. 2015 machte ich erfolgreich den LKW Führerschein. Ich hatte jedoch seit meiner Ausbildung 2003 keinen Arbeitsplatz für 1 Jahr halten können. Ich wollte immer mein Recht durchsetzen, war aufmüpfig Vorgesetzten gegenüber oder traute mir schlicht einfach nichts zu, oder war im Handwerk immer zu langsam. Ich scheitere aktuell an massiven Existenzängsten, die mich so sehr blockieren dass ich mir keinen Kraftfahrerjob mehr zutraue. Ich bin am Ende und weiß nicht mehr ein noch aus. Ich leide auch unter Schlaflosogkeit. Wie und wo bekomme Hilfe?

    LG
    Ein sehr verzweifelter Mann.

    1. Hallo lieber Schreiber,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Du darfst mich ruhig duzen. Wir sitzen alle im gleichen Boot.

      Verzweifle nicht.

      Keine Situation währt ewig. Auch Krisensituationen nicht!

      Bei SelbsthilfeHelden findest du eine Reihe von Artikel, die dir zunächst helfen, dich selbst besser zu verstehen.

      Empfehlen würde ich dir die folgenden Beiträge:

      Startseite
      Über
      Existenzangst
      Negative Prägung
      Emotionaler Missbrauch

      Wichtig ist zu erkennen, dass deine Ängste und die Symptome wie mangelndes Selbstvertrauen, Blockaden und Schlaflosigkeit „ganz normal“ sind, für Betroffene auf dysfunktionalen Familien. Sie gehen auf unverheilte emotionale Verletzungen zurück und auf dysfunktionale Denkmuster, die man in dysfunktionalen Familien mit auf den Weg bekommt.

      Bei SelbsthilfeHelden werden Kurse angeboten, wie man sich von selbst heilt und von dysfunktionalen Überzeugen befreit.

      Alles was du brauchst ist, ist die Bereitschaft an dir selbst zu arbeiten.

      Meine Empfehlung ist, lade dir den „Ratgeber für Betroffene“ herunter. Damit erhältst du automatische eine Reihe von Tipps per E-Mail von mir, wie du dir selbst helfen kannst.

      Eine weitere Möglichkeit ist, dir einen Therapeuten zu suchen, der deine Kindheitserfahrungen mit dir aufarbeitet.

      Habe Vertrauen.

      Heilung ist immer möglich.

      LG, Kris

  11. Ich freue mich sehr über diese Webpage. Vieles entspricht meiner Kindheit, meinen Erfahrungen als Kind und die Auswirkungen auf mein jetziges Leben . Ich bin mittlerweile 45 , verheiratet und habe mich bewusst oder unbewusst gegen Kinder entschieden. Ich habe Angst, dass sie auch nie sie selbst sein dürfen.

    Danke sehr für diese Seite

    1. Hallo liebe Suhi,
      Interessant. Die gleiche Entscheidung habe ich auch getroffen. Ich vermute, einigen Frauen geht es so.
      Zum Glück hängen Erfüllung und Zufriedenheit nicht von äußeren Umständen ab und man kann mit und ohne Kinder glücklich werden.
      Oder man kann seine Meinung ändern, wenn man sich selbst gefunden hat. 🙂
      LG, Kris

  12. Grüße Dich Kris,

    tjaja… dysfunktionale Familien. Da ist der Übergang doch auch fließend.
    Wo wird da die Linie gezogen?

    Im Endeffekt denke ich, dass jeder sein Päckchen mit sich trägt. Geht ja gar nicht anders. Keine Familie ist perfekt. Aber ich glaube, dass der Wille/Mut/Dringlichkeit sich den eigenen Themen zuzuwenden eher da ist, wenn es einen “offensichtlichen” Grund gibt. Es ist einfach präsenter. So wie Du schreibst.

    Grüße

    1. Hi Matthias,
      Danke für deinen Kommentar!
      Stimmt keine Familie ist perfekt. Jedoch geben funktionierende Familien sich gegenseitig das erforderliche Minimum an Liebe, Zuneigung, Verständnis und Mitgefühl.
      Dysfunktionale Familien sind dazu nicht in der Lage.
      Wer als Kind, insbesondere in den ersten 6 Jahren, während sich das Gehirn ausbildet, emotional vernachlässigt oder emotional missbraucht (also negativ geprägt) wird, nimmt langfristig seelischen Schaden.
      Der zum Glück reparabel ist … sonst gäbe es ja keine SelbsthilfeHelden 😉
      LG
      Kris

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