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Beitragsbild: Emotional unnahbar

Warum Menschen EMOTIONAL UNNAHBAR sind

Das schlimmste Leid westlicher Menschen ist es, als Kinder keine Liebe zu bekommen.  - John Steinbeck

 

Kennst du jemanden, der ...

   •  emotional unnahbar ist?
   •  als gefühllos, gleichgültig oder unsensible gilt?
   •  Intimität und Nähe vermeidet?
   •  mit Nähe nicht umgehen kann?
   •  Nähe vortäuscht, die sich jedoch für andere falsch und aufgesetzt anfühlt?
   •  Bekannte aber keine echte Freunde hat?

Oder hast du eines oder mehrere dieser Symptome?

 

Falls ja, dann gibt es jetzt gute Nachrichten

Denn bei emotionaler Unnahbarkeit handelt es sich NICHT um ein charakterliches Defizit.

Es ist die Folge von Kindheitstrauma – und damit heilbar.

Menschen die emotional unnahbar sind, wurden in den ersten 6 Lebensjahren, in der Zeit, in der sich das Gehirn und Nervensystem eines Menschen ausbildet, traumatisiert.

Das heißt, sie wurden durch ihr soziales Umfeld (Familie, Eltern, Fürsorger) negativ geprägt und konnten sich nicht gesund entwickeln.

Kindheitstrauma entsteht durch Vernachlässigung, Missbrauch und Verlassenwerden in der frühen Kindheit.

Man muss also nicht im Krieg groß geworden, als Waisenkind aufgewachsen oder regelmäßig von seinen Fürsorgern körperlich gezüchtigt worden sein, um traumatisiert zu werden und psychische Verletzungen davonzutragen.

Wenn Eltern nicht in der Lage sind, die emotionalen Grund(!)bedürfnisse eines Kindes nach Liebe, Geborgenheit, Zuneigung, Anerkennung und Bonding (Herstellung einer emotionalen Verbindung) zu stillen, dann nimmt das Kind Schaden.

J E D E S   K I N D.

Sehr oft waren die Eltern von emotional unnahbaren Menschen ebenfalls psychisch verwundet und konnten deshalb ihr Kind emotional nicht ausreichend versorgen.

Opfer kreieren Opfer.

 

Weitere Symptome von emotional unnahbaren Menschen

Emotional unnahbare Menschen leiden meist unter weiteren Symptomen.

Diese Symptome, sind ebenso wie emotionale Unnahbarkeit, die „natürliche“ Folge von Kindheitstrauma und negativer Prägung.

Zu den häufigsten Symptomen gehören:   

   •   Übermäßige Angstgefühle
   •   Übermäßige Schuld- und Schamgefühle
   •   Verzerrte Wahrnehmung der Realität
   •   Schwierigkeiten, die eigenen Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken
   •   Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen (Vertrauen , harmonische Beziehung)
   •   Geringe Fähigkeit für echtes Mitgefühl für anderen Menschen
   •   Negative, selbstlimitierende Glaubenssätze und Denkmuster
   •
   Selbstentfremdung durch Abspaltung von Wesenszügen
   •   Verlust der Verbindung zum Wahren Ich

 

Na und? - Na und viel!

Emotional unnahbare Menschen, sind Erwachsene, die in der entscheidenten Prägungsphase zwischen Geburt und dem 6. Lebensjahr, nicht gelernt haben, eine tiefe emotionale Beziehung zu einem Menschen einzugehen.

Zum Beispiel weil ihnen die Erfahrung einer innigen, vertrauten und liebenden Mutter-Kind-Beziehung fehlte.

In der Psychologie spricht man in diesem Fall von Bindungstrauma.

Oder weil die innige Eltern-Kind-Beziehung, die sie erlebt haben, nicht auf bedingungsloser, fürsorglicher Liebe basierte, sondern auf emotionalem Missbrauch.

Dadurch gerät die innere Welt des heranwachsenden Menschen in Schieflage.

➡  Die Folgen sind

   •   Beziehungen funktionieren nicht
   •   Man fühlt sich „merkwürdig“ oder „falsch“ im Umgang mit anderen
   •   Man zieht Einsamkeit der Gesellschaft anderer Menschen vor
   •   Man wirkt distanziert, arrogant und kalt (was man tatsächlich ist)

 

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Wie fühlen emotional unnahbare Menschen?

So beschreiben emotional unnahbare Menschen ihre Empfindungen im Umgang mit anderen Menschen:

Beitragsbild Emotional unnahbar„Aus irgendeinem Grund fällt es mir schwer, Liebe für jemanden zu empfinden oder eine tiefe emotionale Beziehung zu einem Menschen einzugehen.

Ich hatte nie eine Liebesbeziehung, weil mir Intimität und Zärtlichkeit Unbehagen bereitet. Ich kann es mir nicht erklären, aber ich fühle mich nie zu einem anderen Menschen hingezogen.

Ich empfinde weder Liebe noch Mitgefühl."

 

-----

Beitragsbild Emotional unnahbar„Ich bin unfähig eine tiefe Beziehung mit einem Menschen zu führen. Ich fühle mich so kalt in der Nähe von anderen Menschen.

Selbst wenn ich jemanden Trost spende, fühlt es sich falsch und unecht an. Zumindest für mich.

Ich weiß nicht, ob das normal ist.“

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Beitragsbild Emotional unnahbar„Ich fühle mich bedroht und unsicher, wenn ich mit anderen Menschen zu tun habe. Wenn beispielsweise ein Kollege sich mit mir unterhalten und den sozialen Kontakt vertiefen möchte, fühle ich mich fortwährend gezwungen mich „normal“ und „interessant“ zu geben.

Ich kann mich bis zu einem gewissen Grad einem anderen Menschen öffnen, aber wenn eine gewisse Distanz nicht aufrecht erhalten bleibt, dann fühle ich mich sehr unwohl.

In einer Gruppe fühle ich mich besonders beklommen, weil ich ständig Angst habe mich zu blamieren.“

 

Umgang mit emotional unnahbaren Menschen

Wenn du dich zu einem emotional unnahbaren Menschen hingezogen fühlst oder so ein Mensch dein Lebenspartner ist,  dann wurdest du mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls in deiner Kindheit traumatisiert und negativ geprägt.

Wer als Kind nicht bedingungslos geliebt wurde und sich deshalb tief im Inneren für nicht liebenswert hält, der fühlt sich unweigerlich von Menschen angezogen, die diese Gefühle bestätigen.

Zum Glück nur solange bis die selbstabwertenden Glaubenssätze aufgelöst sind und man sich von der falschen Identität gelöst hat.

Wer anderweitig mit emotional unnahbaren Menschen zu tun hat, tut dies am besten aus einer Position des Verständnisses und Mitgefühls.

Emotional unnahbare Menschen wissen nicht, dass sie psychisch verletzt wurden und sie wissen nicht, was sie dagegen tun sollen.

 

Ich bin emotional unnahbar.  Was kann ich tun?

Wenn du selbst als emotional unnahbar bezeichnet wurdest oder einige der oben genannten Symptome hast, dann wurdest du mit großer Wahrscheinlichkeit in deiner Kindheit traumatisiert und negativ geprägt.

Womöglich war deine Familie dysfunktional und du hattest Eltern, die selbst tiefe emotionale Wunden in sich trugen.

Daher konnten sie dir nicht die Geborgenheit, Liebe und Fürsorge geben konnten, die du gebraucht hättest.

 ➡  Wenn du dir nicht sicher bist, dann mache den Selbsttest „Wurde ich negativ geprägt?“

Oder lies einen der Artikel zu den Ursachen für Kindheitstrauma und negative Prägung.

 ➡  Bist du dir bereits sicher, dass du negativ geprägt wurdest, dann begib dich auf den Heilungsweg und heile dein Kindheitstrauma.

Tiefe, innige Beziehungen zählen zu dem Besten, was das Leben zu bieten hat.

Emotionale Unnahbarkeit ist keine Charaktereigenschaft.

Es ist ein Symptom, das sich auflöst, wenn die Ursachen beseitigt werden.

Deine Kris

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Hallo, ich bin Kris Wiegand - Selbsthilfe-Coach, Gründerin von SelbsthilfeHelden und Autorin des Artikels.

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12 Gedanken zu „Warum Menschen EMOTIONAL UNNAHBAR sind

  1. Sehr schöner Artikel! Leider sehe ich selbst da keinen Ausgang aus der emotionalen Unnahbarkeit, weil man keinen Zugang zu seinen Gefühlen hat…zumindest nicht zu denen, wo es wahrscheinlich nötig für wäre, um da rauszukommen 🙁

    Selbst eine Therapie bringt wenig, weil der Therapeut da vor einem ähnlichen Problem steht: er bekommt keinen Zugang zu einem …ein Teufelskreis …

    1. Hallo Anna,

      der erste Schritt aus dem Teufelskreis ist die Ursache zu verstehen.

      Alle Menschen sind zu Gefühlen, Nähe und Intimität fähig.

      Emotionale Unnahbarkeit und Emotionslosigkeit wurzelt nicht etwa darin, dass man als Cyborg geboren wurde.

      Nichts zu fühlen liegt an den Erfahrungen, die man in der Kindheit mit seinen Bezugspersonen gemacht hat.

      Wenn die kindlichen Grundbedürfnisse nach Liebe, Zärtlichkeit, Anerkennung und Bestätigung nicht befriedigt werden und der Wunsch danach immer wieder auf Ablehnung stößt, dann lernt man damit zu leben, baut Blockaden auf und distanziert sich innerlich von Menschen.

      Die Blockade fängt bereits an zu bröckeln, wenn man versteht wie es dazu kam.

      Oft hilft auch die Erkenntnis, dass man (noch) nicht zu liebevollen und warmen Gefühlen für andere Menschen fähig ist, dafür aber zu Tieren oder Pflanzen.

      Voila! Das ist schon der erste Beweis, dass man kein aussichtsloser Fall ist. 🙂

      Es gibt viele Methoden und im 21-Schritte Selbsthilfe-Prozess findest du ein ganzes Bündel an Übungen und Techniken, wie man wieder zu sich selbst und seinem gefühlvollen Urzustand zurückfindet.

      LG, Kris

  2. hallo
    was für ratgeber würde mir helfen lust zur leben zu bekommen und weg von “ich will nicht sterben, will nur tot sein” gedanken zu kommen
    Liebe Grüße

    1. Hallo liebe Miri,

      toll, dass du die Kraft findest, nim Internet nach Lösungen zu suchen und dich der Welt mitzuteilen.

      Du bist bei SelbsthilfeHelden genau richtig.

      Was du gerade erlebst, ist ein Zustand. Nicht dein Schicksal. Zustände sind veränderbar.

      Solche Gedanken hat man, wenn das eigene Leben nicht funktioniert. Wenn man nicht sich selbst sein kann und seine Wünsche, Bedürfnisse und Sehnsüchte Lebenszweck nicht erfüllen kann.

      Dann gilt es die Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

      Die Hindernisse sind unverheilte emotionale Verletzungen, blockierte Emotionen, Berge von nicht dienlichen Glaubenssätzen sowie negative Denkprogramme, die automatisch in einem ablaufen, weil sie sehr oft wiederholt wurden.

      Daran ist man nicht selbst schuld. In diese Zustände gerät man aufgrund seiner Erfahrungen und Erlebnisse in der Kindheit.

      Du könntest dir den kostenlosen Ratgeber für Betroffene herunterladen, um dich selbst besser zu verstehen.

      Das ist der erste Schritt.

      Im nächsten Schritt könntest du dich auf den Weg machen, dich zu heilen und deine innere Welt wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen.

      In den kostenlosen SelbsthilfeHelden-Tipps und im 21 Schritte SelbsthilfeProzess findest du Hilfestellung, was man tun kann.

      Alles Gute auf deinem SelbsthilfeHelden-Weg!
      LG, Kris

  3. Hallo Kris,
    eigentlich weiß ich nicht, ob ich hier richtig bin, denn meine Kindheit scheint glücklich und behütet gewesen zu sein, so die Erzählungen. Denn ich kann mich an nichts erinnern aus meiner Kindheit. Wenn meine Geschwister oder Eltern etwas erzählt haben, frage ich mich immer, wo ich da war, es fehlt alles. Das einzige, was vielleicht sein könnte, war, dass ich mit 2 Jahren operiert werden musste und das Krankenhaus weit entfernt war von daheim, so dass ich 2 oder 3 Wochen allein dort war und auch nicht besucht werden konnte.
    Leider entdecke ich an mir sowohl mangelnde Empathie als auch Bindungsfähigkeit.
    Ich ‘wusste’ schon als 10 jährige dass ich niemals heiraten und Kinder bekommen wollte. Wenn sich ein Mann für mich interessiert hat, begab ich mich auf die Flucht und hatte Albträume.
    Wenn ich mich heute betrachte, stelle ich fest, dass mir Mitgefühl fehlt, ich weiß bevor ich reagiere, dass es falsch und kalt und herzlos ist, ich kann es aber nicht ändern, so oft ich mir das vornehme. Ich fühle mich schlecht und leide mit den Menschen, die ich so behandele.

    1. Hallo liebe E.,

      vielen Dank für deine Zeit, deine Gedanken mit anderen zu teilen. 🙂

      Ich empfehle dir, einen Blick auf den Artikel „Mythos normale Kindheit“ zu werfen.

      Die Hauptursache, die einen emotional unnahbar, kalt und gefühllos macht, ist emotionale Vernachlässigung in der Kindheit.

      Sehr oft hatten Betroffene eine Kindheit, in der für alle materiellen Bedürfnisse gesorgt war (was dann die Kindheit glücklich und behütet erscheinen lässt), in der jedoch die emotionalen Bedürfnisse nach Liebe, Zuneigung, Geborgenheit, Zärtlichkeit, Verständnis und Anerkennung stark vernachlässigt wurden.

      Darin liegt das Problem und die Ursache für spätere emotionale Unnahbarkeit.

      Kleinkinder brauchen mindestens eine Bezugsperson, zu der sie eine sichere emotionale Bindung aufbauen können. Eine Person, die es liebt, drückt, knuddelt und auf sämtliche Bedürfnisse des Babys nach Nahrung, Wärme, Kuscheln, Drücken, Windeln wechseln in angemessener Zeit reagiert.

      So erfahren Neuankömmling auf Planet Erde was Liebe und Mitgefühl ist. Sie haben es bekommen und gespürt und sind in der Lage es zu schätzen und an andere weiterzugeben.

      Hat man Liebe und Mitgefühl nicht erfahren – woher sollte man wissen, wie es sich anfühlt? Wie sollte man dazu in Lage sein, zu wissen, wie man es weitergibt?

      Es ist nicht deine Schuld, dass du es nicht kannst. Es ist die „normale“ Folge von emotionaler Vernachlässigung. Gräme dich nicht!

      Die ersten Schritte aus der Unnahbarkeit und Gefühlskälte ist die Zuwendung zu sich selbst.

      Man muss versäumtes Nachholung und sich selbst liebenlernen und sich selbst die Liebe geben, die man damals gebraucht, aber nicht gekommen hat. Selbstliebe lautet das Stichwort, das leider noch immer häufig missverstanden und mit Narzißmus verwechselt wird.

      Im gleichen Aufwasch gilt es emotionale Verletzungen und traumatische Erlebnisse zu heilen.

      Das Ganze erfordert ein bisschen Zeit und Hinwendung, die sich aber hundertfach auszahlt, weil das Leben dann einen ungeahnten emotionalen Tiefgang und damit echte Erfüllung bekommt.

      Also, mach´ dich ans Werk. Dein SelbsthilfeHelden-Titel ist dir bereits sicher. 🙂

      LG, Kris

  4. Hallo liebe Kathy,
    Ich habe “mehrere” Themen, wobei sicher eins ins andere greift…
    Ich kann mich mit noch so vielen Menschen umgeben, am Schluss meiden mich alle, oder wollen nichts mit mir zu tun haben. Ich habe eine Partnerin, aber das ist schon seit langer Zeit nur noch ein miteinander Wohnen. Freunde haben wir beide keine, da sie eher Menschenscheu ist, und ich mich da wohl anscheinend angepasst habe.
    Mittlerweile ist mein Stand der Dinge so, dass mir beim Reden teilweise nicht mehr die richtigen Worte einfallen, ich absolut unfähig bin eine Art Schlagfertigkeit zu entwickeln, ich dauernd meine, mir hört keiner zu, mich nimmt keiner wahr…
    Von meiner Kindheit weiss ich nur, dass meine Mutter sich früh von meinem Vater getrennt hat und als ich dann mal bei Ihm übernachtet habe, hat er mich ins Bett gelegt und ist dann Ausgegangen. Mitbekommen habe ich das dann erst, als das Telefon geklingelt hat und meine Mutter meinen Vater sprechen wollte… Dann ist der Kontakt dann auch langsam ausgelaufen…
    In meiner Kindheit und als junger Erwachsener denke ich, war ich lebhaft, lebensfroh und auch kommunikativ.
    Ich möchte jetzt nicht sagen, dass das mit meiner Partnerin zu tun hat, aber seitdem wir uns so zurückgezogen haben vereinsame ich immer mehr.
    Dann liest man immer – durch das tun ändert sich etwas!!! – Also versuche ich Menschen kennenzulernen…
    Auch wenn ich versuche auf längerandauernden Seminaren (10 Tage, alle Altersgruppen) Kontakte zu knüpfen, ist meinst nach Ende der Zeit kein einziger Kontakt übrig. Ich weiss nicht woran das liegt, denn meiner Meinung nach bin ich freundlich, interessiert und zuvorkommend.
    Irgendetwas muss ich an mir haben oder ausstrahlen, was mich absoßend wirken lässt, sonst kann ich es mir nicht erklären… Bei nachfrage bei betroffenen Menschen bekomme ich aber keine Antwort oder so lapidare Sätze wie ” ist eh alles ok”…
    somit habe ich immer weniger Motivation etwas im äusseren zu tun und ziehe mich immer mehr in meine eigenen 4 Wände zurück… weil ich die andauernden Enttäuschungen langsam nicht mehr ertrage!
    Vielleicht kannst Du mir ein paar Tipps und Hinweise geben.
    Vielen Dank im Voraus

    1. Hallo wundervoller Kommentar-Schreiber,

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Großartig, dass du pro-aktiv nach Lösungen für deine Situation suchst. 🙂

      Ich schreibe gerade an einem Artikel zum Thema „Einsamkeit und innerer Leere trotz Beziehung“. Sobald er veröffentlicht ist, gebe ich dir Bescheid. Ich hoffe du findest darin hilfreiche Impulse und Gedanken, die dir weiterhelfen.

      LG, Kris

  5. Hallo, meine Freundin (21) ist definitiv emotional unnahbar, ich versuche wirklich Verständnis zu zeigen und Mitgefühl, allerdings fühle ich mich oft ungeliebt und mehr oder weniger nur als Mittel zum Zweck. Ich möchte sie nicht aufgeben, allerdings bekomme ich einfach nicht die Gefühle und Emotionen von ihr die ich mir von einer glücklichen Beziehung erwarte. Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich tun soll. Zweifel oft, ob sie die Beziehung genau so ernst nimmt wie ich. Ich gib ihr Liebe, Vertrauen und Sicherheit, doch von ihr kommt eher selten was zurück das ich wirklich als aufrichtige Gefühle und Emotionen bezeichnen würde. Kann mir jemand helfen!!???

    1. Hallo Tobias,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Die gute Nachricht ist: Man kann andere Menschen nicht verändern. Man kann nur sich selbst verändern.

      Die richtig gute Nachricht ist: Man braucht nur sich selbst zu verändern, um zu bekommen, wonach man sich sehnt.

      Meine Empfehlung ist, zunächst dafür zu sorgen, innerlich ins Gleichgewicht zu kommen – unabhängig davon, wie deine Beziehung läuft.

      Also dein Glück, dein Selbstwertgefühl und deine emotionale Zufriedenheit nicht von einem anderen Menschen (in dem Fall von deiner Freundin) abhängig zu machen.

      Wenn du innerlich Harmonie findest, findest du äußerlich Harmonie, weil die Außenwelt sich verändert.

      Die Außenwelt ist ein Spiegel deiner inneren Welt. Auch die Menschen in der Außenwelt sind Teil des Spiegels.

      Zu versuchen das Spiegelbild zu verändern (andere Menschen) ist ebenso erfolgsversprechend, wie der Versuch morgens im Bad die Person im Spiegel zu frisieren, anstatt die Haare am eigenen Kopf.

      Wenn dir etwas im Spiegel nicht gefällt, frage dich, was dir das Spiegelbild sagen will und was du an dir selbst verändern kannst.

      Wenn man sich danach sehnt, von einem Menschen geliebt und wertgeschätzt zu werden, dieses Gefühl aber nicht bekommt, dann ist man meist noch nicht bei völliger Selbstakzeptanz und Selbstliebe angekommen.

      Solange man sich ungeliebt fühlt, solange bekommt man auch dieses Gefühl von anderen gespiegelt.

      Erst wenn du für dich erkennst, wie wundervoll und einzigartig du bist und das ausstrahlst, dann spiegeln dir andere Menschen deine eigene Überzeugung wider.

      Konkret heißt das für dich, wenn du dich und dein Selbstbild, deine Selbstakzeptanz, deine Selbstliebe veränderst, dann wird sich entweder das Verhalten deiner Freundin dir gegenüber verändern oder du wirst neue Menschen und möglicherweise eine neue Freundin anziehen.

      Selbstveränderung ist ein spannender Weg. Mach dich auf und hab Spaß dabei. 🙂

      LG, Kris

  6. Ich habe diesen Artikel gelesen und mich selbst darin widerspiegeln können.
    Auch habe schon einigemale zu hören bekommen, ich sei unnahbar, oder es sei traurig welche Haltung ich gegenüber zwischenmenschlichen Beziehungen pflege.
    Dass Problem ist, das mich diese emotionale Isolation in die Sucht getrieben hat und obwohl ich mir so sicher war, das ich mit dem Thema Sucht abgeschlossen habe, falle ich immerzu in dasselbe Loch. Ich habe schon einiges geändert und öffne mich den Menschen ein wenig mehr, aber grad diesen Menschen gegenüber verhalte ich mich oft sehr ekelhaft und gemein. Eigentlich will ich das nicht, aber es ist wie ein Automatismus. Mir wurde auch schon oft nahe gelegt, ich beherrsche das Nähe-Distanz Spiel sehr gut.
    Jetzt wo noch das Thema Männer dazu kommt, drehe ich innerlich komplett durch. Auf der einen Seite verhalte ich mich bzw gebe ich mich distanzlos und wenn es darauf ankommt komme ich mit der Nähe überhaupt nicht klar. Ich fühle mich oft Männern gegenüber sehr klein und gebe mich selber recht devot.
    Vor ca. 2 Jahren fing es an, als ich dachte mich so arg zu verlieben… Da war so eine Blockade, aber auf der anderen Seite habe ich mich recht gewagt gegeben. Ich würde beinahe meinen ich habe mich unter Wert verkauft. Dann kam plötzlich immer wieder dieses eine Gefühl auf, ich sei als Kind missbraucht worden. Ich weiß nicht woher dieses Gefühl kommt, ich habe dazu keinerlei Erinnerungen und diese wären doch typisch für einen Missbrauch? Also habe ich mir immerwieder gesagt ich rede mir was ein, vllt brauche ich nur Aufmerksamkeit. Allerdings habe ich wieder das Problem davor zu stehen irgendwas an Gefühlen aufzubauen und eigentlich wollte ich es mir nicht wieder versauen, aber ich kann irgendwie nicht. Ich kann die Gefühle nicht zulassen und ich kann kaum mehr richtig schlafen, weil wieder diese Missbrsuchsgedanken so Raum einnehmend sind, warum?
    Ich weiß nicht mehr weiter, ich trau mich nicht mit jemanden darüber zu reden, weil das harte Anschuldigungen sind und Volt rede ich mir einfach nur was ein. Ich bin so verwirrt.
    Ich mache eine ambulante Therapie, aber weiß nicht, wie ich das Thema anschneiden soll. Was soll ich denn sagen? Einen Missbrauch erfinden? Wie soll man mich so denn überhaupt Ernst nehmen?

    1. Hallo liebe Kathy,
      vielen Dank für deinen mutigen Beitrag.
      Dieser Automatismus, von dem du redest, sind Verhaltensprogramme, die du als Kind gelernt hast und die nun in deinem Unterbewusstsein verankert sind.
      Das „Nähe-Distanz-Spiel“ ist kein Spiel. Es ist das „normale“ Verhalten von Menschen, die in der Kindheit keine zuverlässige Bindungsperson hatten. Sie konnten andere Menschen nicht als vertrauenswürdig erfahren.
      Noch als Erwachsene sehnen sie sich nach Nähe und fürchten sich gleichzeitig davor, aufgrund der gemachten Erfahrungen aus der Kindheit. In deinem Fall scheint Papa unnahbar gewesen zu sein.
      Meine Einschätzung, warum dich der Missbrauch-Gedanke nicht schlafen lässt, ist, weil er dir den Heilungsweg aufzeigt.
      Emotionaler Missbrauch ist ebenso folgenschwer wir körperlicher oder sexueller Missbrauch.
      Dazu kommt, dass man emotionalen Missbrauch nicht sehen kann und unsere Gesellschaft emotionalen Missbrauch als Verursacher von psychischen Leiden komplett verkennt.
      Du redest dir also nichts ein.
      Wenn es deine Kindheit kindgerecht verlaufen wäre, hättest du heute weder Suchtproblem noch Schwierigkeiten in Beziehungen mit Männern.
      Mit dir ist alles Ordnung.
      Aber mit deinen unbewussten Denkprogrammen, die du dir unfreiwillig aneignen MUSSTEST, ist was nicht in Ordnung.
      So, und jetzt die beste Nachricht. 🙂
      Selbst die unbewussten Denkprogramme – dieser Verhaltensautomatismus von dem du sprichst – lassen sich verändern.
      Du bist nicht für den Rest deines Lebens geprägt. Nur solange, bis du dich auf den Heilungsweg begibst.
      Auch brauchst du keinen Missbrauch „erfinden“. Wenn dein Therapeut deine Situation nicht erkennt, brauchst du einen anderen Therapeuten.
      Am besten frag deinen Therapeuten vor der ersten Session gerade heraus, ob er sich mit emotionalem Missbrauch auskennt und was seine Therapie-Methoden sind.
      Dann höre auf deinen Bauch, ob du ein gutes Gefühl hast mit der Person. Parallel kannst du mit Selbsthilfe einiges bewirken.
      Aktuelle Selbsthilfe-Helden-Kurse findest du HIER.
      Alles Gute auf deinem Heilungsweg. Ganz viele SelbsthilfeHelden begleiten dich in Gedanken.
      Liebe Grüße, Kris

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